Spähnchen am Ende ?

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Spähnchen am Ende ?

Beitrag von PR » 21.01.19, 00:27

https://www.youtube.com/watch?v=vg8eIYD ... e=youtu.be

Man muss diesen Affenzirkus echt fast zuende gucken. Ganz war mir freilich auch zu viel.

Um klar zu sehen: da fliegt einem Gesundheizmister, der in allererster Linie den Koalitionsvertrag des Karlchen Lauterbach zu erfüllen hat und sonst garnix kann außer flotten Sprüchen,

seine gesamte Kiste um die Ohren - und er merkt es nicht mal.

So stelle ich mir eine Bundesregierung freilich n i c h t vor.

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Re: Spähnchen am Ende ?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 21.01.19, 08:44

Guten Tag,
ein sehr interessanter Beitrag-lohnt sich wirklich, ihn bis zum Ende anzusehen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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Re: Spähnchen am Ende ! Heute auf ARD:

Beitrag von PR » 22.01.19, 23:56

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Re: Spähnchen am Ende ?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 23.01.19, 08:32

Hallo,
wenn Patienten die Speicherung ihrer medizinischen Daten ablehnen dürfen, genügt doch ein ärztlicher Hinweis wie z.B. " ich rate Ihnen dringend, Ihre Daten nicht speichern zu lassen". Dann noch die rechtsgültige Unterschrift des Pat. auf ein vorbereitetes Formular, das war dann schon alles.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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Re: Exakt !

Beitrag von PR » 23.01.19, 09:16

Und genau das empfiehlt der Mainzer Reporter in seinem letzten Satz ja auch den Patienten in diesemunseremlande.

Nichts wird Lauterbach - Spähnchen freilich davon abhalten, im April den 1%-Honorarabzug in Kraft zu setzen, und die KVen werden's, wetten ?, auch exekutieren.

Im Übrigen: eben haben die Ärzte alle ihre Patienten unterschreiben lassen müssen, dass sie ihre Daten DSGVO-konform händeln. Mit wieviel ansonsten vollkommen nutzlosem Bürokratenmist soll man die Ärzte denn n o c h überziehen ?

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Re: Spähnchen am Ende ! Heute: die Arztzeituhr

Beitrag von PR » 23.01.19, 13:14

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Re: Spähnchen am Ende ?

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 23.01.19, 15:35

Im Übrigen: eben haben die Ärzte alle ihre Patienten unterschreiben lassen müssen, dass sie ihre Daten DSGVO-konform händeln. Mit wieviel ansonsten vollkommen nutzlosem Bürokratenmist soll man die Ärzte denn n o c h überziehen ?
Bin da 100%ig Ihrer Meinung. Wen' s tröstet: Den Optikerkollegen, die den Kassen den Bettel nicht hinschmeißen, geht es genauso. Tut man 's, hat man wenigstens deren Schikanen von der Backe.
Kleine, inhabergeführte Praxen können diesen Firlefanz kaum stemmen. MVZen können dafür eigens Personal einstellen, das sich nur mit dem Papierkram beschäftigt. Und darauf zielt dieser Schwachsinn auch ab..

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"darauf zielt dieser Schwachsinn auch ab" - MVZen

Beitrag von PR » 23.01.19, 20:26

Ich tät's so sagen:
Auch der DSGVO-Firlefanz ist geeignet, den im Deut'schland (seit vielen Jahren undeklariert aber) offenbar politisch gewünschten Trend weg von der inhabergeführten patientennahen Arztpraxis hin zum deutlich patientenferneren MVZ (wechselnde Besetzung, u.U. wechselnde Eigner) nach DDR-Muster (dort: zumeist staatliche Poliklinik) zu beschleunigen.
Dass a l l e (bereits bestehenden) MVZen sich mit den DSGVO-Bestimmungen leichter täten als zB kleine Einzelpraxen, das glaub ich n i c h t .

Es gibt nämlich unter den bereits bestehenden von Ärzten gegründeten und geführten MVZs sehr sehr unterschiedliche.
Unter denen prosperieren diejenigen, die am Ehesten dem „ambulanten spezialfachärztlichen“ Bereich zuzuordnen sind: Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie, interventionelle Kardiologie, Speziallabor, die Uni-Ambulanzen. Alles Einrichtungen mit sehr großem Investitions- und Personalbedarf. Die leben großteils vom „Vorwegabzug“ der Kassenärztlichen Vereinigungen vom jährlichen Kassen-Gesamthonorarbudget.
Unter denen prosperieren auch die, die es geschafft haben, sich regional durch „immer gern genommene“ Selbstzahlerleistungen hervorzutun.

Im Bereich „Grundversorgung“ tätige MVZen sind nur dann in der Lage, sich über Wasser zu halten, wenn sie im richtigen Bundesland liegen, und den Kassen besondere „Versorgungsverträge“ abluchsen konnten. Auf Zeit in der Lage, muss man ergänzen, denn die Verträge der kranken Kassen können furchtbar kurzlebig sein. Diesen MVZen wird tatsächlich (in engem planwirtschaftlichem Rahmen) unbudgetiertes Honorar gezahlt.

Die Gesäßtaschenkarte hat aber auch hier wiederum die gesamte restliche Ärzteschaft, denn deren „Honorar“ wird von diesen garantierten Beträgen „bereinigt“. Die ganz Gelackmeierten sind und bleiben nach politischem Willen die Grundversorgerpraxen. Das sind neben den Hausärzten ohne Hausarztvertrag eben die GOUDAH-Fächer. Egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Deren MVZen haben ganz kurze Halbwertszeiten.

So. Wer dieser Ausführung ein bisschen aufmerksam gefolgt ist, wird sich ganz ohne weitere Erläuterung denken können, in welchen Bereichen sich nun Investor-basierte MVZen engagieren werden, und in welchen (mittlerweile ganz sicher) nicht mehr. Einfach, weil es enorm viel teurer wird, wenn man ärztliche Selbstausbeuter durch Angestellte ersetzt.

Und nun ist es auch einfach, herauszufinden, w e l c h e MVZen ohne Weiteres in der Lage sein werden, den DSGVO-Firlefanz von Angestellten und nebenbei erledigen zu lassen.

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