Biochemie und Organspende

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DaddyCool
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Biochemie und Organspende

Beitrag von DaddyCool » 27.11.14, 11:58

Hallo,

wir haben in einem anderen Biochemieforum herausgearbeitet, dass es eine theoretische Chance gibt, für die Organ- und Gewebespende ein ungiftiges Frostschutzmittel zu entwickeln. Und das nach dem Vorbild z.Bsp. einer Käferart, welche bis zu - 75 Grad Celsius vital gefrieren kann.

Meine Kernidee, tierisches Frostschutzmittel direkt zu verwenden (teuer, ähnliche wie bei der Seidengewinnung aus Seidenraupen), wurde verworfen. U.a. wegen dem gleichen Unverträglichkeitsproblem, wie als wenn man Schweineherzen beim Menschen transplantiert.

Nun kam der Einwand, dass sich solche Tiere wochenlang darauf vorbereiten, bis wirklich die letzte Zelle und nicht nur die Adern deren Frostschutzmittel aufgenommen haben.
Meine Idee dazu war, wie bei der absichtlichen Hypothermie bei Niedrigtemperatur-OPs - ein noch experimentell zu ermittelndes – Frostschutzmittel- Blutgemisch durch den Wärmeübertrager zuzuführen. Theoretisch haben wir ja sowieso eher zu viel Blut im Körper, als zu wenig.
Mal unabhängig von der Kostenfrage, hoffe ich dass das über Wochen bei einem Hirntoten theoretisch möglich ist, weil es ist/wäre ja so eine Art modifizierte Herz-Lungen-Maschine.

Würden Sie an diesem Punkt schon sagen, stopp! Nicht möglich, weil …?

Was die meisten bezweifeln, dass man komplette Organe wieder vital auftauen kann, das soll mich aber nicht daran hindern weiterzudenken in Richtung größerer Gewebespenden, Knochen, Knorpel … keine Ahnung bin kein Fachmann.
Diejenigen welche bis hierhin die Sache mit der - modifizierte Herz-Lungen-Maschine - technisch bejahen können, werden – so wie die Biochemiker und ich – sich fragen, warum Einfrieren, wenn man die Organe ja gleich entnehmen kann!?

Daher nun meine Frage an Sie: „Gäbe es einen praktischen Sinn – bei bestimmten Diagnosen – hirntote Organ- und Gewebespender besser einzufrieren!?“
Vielleicht gibt es da in speziellen Fällen organisatorische Gründe oder ein Großteil der Organe kann nicht verwendet werden, aber ein wichtiger REST mit Kälte-Aufbewahrungs-Notwendigkeit.

Leider muss man diesen Spender dann wieder komplett auftauen, einen gekühlten Kreislauf wieder herstellen (gegen Verwesung). Und ob man dann alles Frostschutzmittel (auch wenn es ungiftig) wieder herausbekommt, ist die andere Frage.
Klingt – spätestens jetzt - wirklich gruselig für einen Laien, aber vielleicht kann man noch etwas verwenden – was genau ? – so dass sich die teure Entwicklung solch eines Frostschutzmittels lohnt.

Muppet
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Re: Biochemie und Organspende

Beitrag von Muppet » 27.11.14, 12:42

Hallo,
„Gäbe es einen praktischen Sinn – bei bestimmten Diagnosen – hirntote Organ- und Gewebespender besser einzufrieren!?“
Nein.

Idee ist genau wie in deine letzten Thread diesbezüglich Schwachsinn.

Vorschlag: erkundige dich über Zellenaufbau und Mechanismen, dann Fragen stellen.
Auch wie Transplantation abläuft.
Erkundige dich auch über die Unterschied Insekten, Reptilien vs Menschen.

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