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Bachelor und Master
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Seite 1 von 1

Autor:  Fortiquen [ 06.03.15, 14:02 ]
Betreff des Beitrags:  Bachelor und Master

Nachdem durch die Bologna-Reform alles in Bachelor und Master umgestellt wurde, wollte ich mal fragen, ob dieses Phänomen auch die Medizin betrifft. Eines meiner Kinder spielt mit dem Gedanken in den nächsten 3 Jahren ein Studium der Medizin aufzunehmen. Ist sie davon auch betroffen? Man hört nur wenig Gutes über das System.

Autor:  Muppet [ 06.03.15, 14:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Hallo,
Medizin ist anders geregelt. Es gibt kein Masters oder Bachelors.
Abschluss ist ein Staatsexam.
Und ich finde das System auch nicht gut. Man merkt echt die Unterschiede in Basiswissen zwischen Diplomer und Masters Studenten.
Gruß
Muppet

Autor:  Humungus [ 06.03.15, 23:13 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Seien Sie froh, wenn es den Medizinbachelor nicht gibt. Es würden Hilfsmediziner entstehen, deren Wissensstand dem eines Arztes nicht im Ansatz ebenbürtig wären. Wenn man dort stehenbleiben will, sollte man lieber eine Lehre als Krankenpfleger oder MFA anstreben.

Autor:  Kinke [ 12.03.15, 00:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Moment! Es gibt einen Studiengang, der sogenannte Arztassistent, der basiert auf dem Bachelor.... Sogar schon eine ganze Weile....

Für weitere Informationen > hier <

Autor:  Brigitte Goretzky [ 12.03.15, 09:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Ein "Arztassistent" ist aber kein Arzt und wird auch keiner, falls er noch irgendein Masterstudium dranhängt.

In GB gibt es ihn übrigens nicht, dort besteht das Studium von vornherein aus einem Bachelorteil (dem B.Sc.), mit dem alleine man beruflich nichts anfangen kann. Auf dem B.Sc. kann man dann aufbauen, entweder durch ein Masterstudium der Naturwissenschaften oder ein Masterstudium in Surgical Sciences, dem britischen klinischem Medizinstudium. Mit dem B.Sc. alleine kann man im Supermarkt Regale einräumen oder Taxi fahren ... so wie in Deutschland mit einem bestanden Physikum ohne klinischen Studienteil.

Autor:  Kinke [ 13.03.15, 15:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Ich habe nicht gesagt, dass man anschließend Arzt ist. Man nimmt jedoch delegierte Tätigkeiten, die dem des Arztes entsprechend, auf.
Warum alles gleich abwerten?! Auch wenn ich selbst Medizin studiere, finde ich "Neuerungen" in Ordnung. Und mit diesem Bachelor kann
man durchaus viel anfangen - eingesetzt werden sie schon seit einer ganzen Weile.

Unter die Rubrik "Durchführen von kleineren Eingriffen" fallen u.a. auch eine Sinus pilonidalis-Excision. Nur mal als Beispiel.

Und so schlecht finde ich das nun mal nicht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass aus dieser Gruppe auch eine Anzahl an sehr guten
Leuten hervorkommen. Genauso gibt es schließlich auch viele schlechte Ärzte (sowohl fachlich, als auch menschlich).

Diese Argumentation, ein solcher könne niemals den Wissensstand eines Arztes haben, ist schlecht. Den Wissensstand ohne Medizinstudium
zu erlangen, ist sicherlich anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Alles eine Frage des Willens. Aber das möchten ja "Mediziner" nicht einsehen.
Da wird lieber alles schwer, schlecht und klein geredet. Eigentlich schade.

Früher wurde doch darüber gelacht, wenn in die Runde geworfen wurde, jemand mit Mittlere Reife könnte Medizin studieren. Und heute?
Heute ist es möglich und selbst sie schaffen es. Da hatte man sich wohl damals umsonst darüber lustig gemacht. Aber die, die darüber lachten,
das entspricht voll und ganz dem Niveau.

Nunja,... Vielleicht gibt es dann weniger arrogante und selbstverliebte Menschen in dieser Sparte. Denn das, was ich im Laufe der
Famulaturen und des Studiums gesehen habe, spricht Bände.

Entschuldigung, wenn ich es so direkt ausdrücke...

Autor:  Brigitte Goretzky [ 13.03.15, 17:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Kinke hat geschrieben:
Warum alles gleich abwerten?!

Weil das
Zitat:
Man nimmt jedoch delegierte Tätigkeiten, die dem des Arztes entsprechend, auf.

einfach nicht stimmt. Selbst wenn ein Nicht-Arzt Sinus pilonidoales-OPs durchführt, ist er kein Arzt und seine Tätigkeiten entsprechen nicht denen eines Arztes. Zu einem Arzt gehört mehr, als delegierte Tätigkeiten auszuführen.

Autor:  Kinke [ 13.03.15, 19:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Ein operativer Eingriff ist also Ihrer Meinung nach keine ärztliche Tätigkeit.....
Gut, dann kann Sie ja in Zukunft die Putzfrau aus dem Keller operieren....
Sollte ja keinen großen Unterschied machen....

Ich würde jedenfalls einem solchen mehr zutrauen, als denen, die mich in den
vergangenen 5 Jahren verpfuscht (ich darf den Ausdruck verwenden, schließlich
ist das durch ein Urteil bestätigt) haben...

Völlig egal, ob es nun 3 Jahre oder 6 Jahre sind.

Das heißt keinesfalls, dass diese Arztassistenten schlechter sind oder nichts wissen.

Man sollte auch mal auf dem Boden bleiben und sein Staatsexamen nicht überbewerten.
So eine große Aussagekraft hat das nun auch wieder nicht. Was nützt ein Papierwisch,
wenn man auf ganzer Linie die letzte Pfeife ist.

Autor:  Muppet [ 13.03.15, 21:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Für diese Studium muss man schon ein qualifizierte Krankenpfleger(in) sein mit 3 Jahren Berufserfahrung.

Hat sich daher wohl schon erledigt.

Was diese Studium erreicht ist, dass man genau die Aufgaben die jede britische Krankenschwester täglich durchführt (zum Beispiel Fäden und Infusionen setzten), in Deutschland durchführen darf.

Also quasi ein(e) besser ausgebildete Krankenpfleger(in)

Gruß
Muppet

Autor:  Isabellla [ 23.03.15, 19:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

In Medizin gibt es meines Wissens nach keinen Bachelor, nur die vollen 12 Semester.

Autor:  Fortiquen [ 19.04.16, 10:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Bachelor und Master

Irgendwie ist das hier völlig untergegangen bei mir - danke noch für eure vielen Antworten! :)

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