Arzt im Gesundheitswesen

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Tari891
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Arzt im Gesundheitswesen

Beitrag von Tari891 » 24.07.14, 13:20

Hallo an alle,

ich stecke gerade mitten im Medizinstudium und bekomme viele Horrorgeschichten von langen Arbeitszeiten, vielen Wochenenddiensten und niedrigen Gehältern erzählt.

Da mir später meine Familienzeit extrem wichtig ist, habe ich überlegt als Arzt im Gesundheitswesen anzufangen.

Nun meine Frage(n): Gibt es hier eventuell Amtsärzte, die von ihren Arbeitszeiten und ihrem Tagesablauf erzählen können? Ist der Beruf praxisähnlich, also Mo-Fr arbeiten und Wochenende frei, eventuell Bereitschaftsdienste?
Könnt ihr mir diesen Berufsweg eher empfehlen oder würdet ihr abraten, wenn ja wieso?
Gibt es vielleicht noch andere Alternativen mit "normalen" Arbeitszeiten, in einem Angestelltenverhältnis?
Würde mich sehr über gute Antworten freuen!

PS: Ich möchte keinen Link von Wikipedia haben, wo die Tätigkeiten erläutert werden. Die sind mir bewusst. ;)

Barca
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Re: Arzt im Gesundheitswesen

Beitrag von Barca » 18.09.14, 21:49

Also grundsätzlich kommt es darauf an, wo im Gesundheitswesen man landet.

Zum Teil wollen Kommunen auch eine Facharztausbildung, ein Einstieg unmittelbar nach dem Studium ist also eventuell nicht möglich.

Je nach Einsatzort kommen natürlich auch Bereitschaftsdienste nachts, am Wochenende und an Feiertagen in Betracht (z.B. beim sozialpsychiatrischen Dienst).
Gibt es vielleicht noch andere Alternativen mit "normalen" Arbeitszeiten, in einem Angestelltenverhältnis?
Man könnte z.B. einen Teil seiner Assistenzzeit in einer Arztpraxis absolvieren. Oder man schnuppert in den betriebsärztlichen Dienst hinein.
Ich kenne auch Kollegen, die sind in die Forschung / Pharmaindustrie gegangen, dort haben sie zwar kaum was mit Patienten zu tun, aber sie fanden die Konditionen besser.
ich stecke gerade mitten im Medizinstudium und bekomme viele Horrorgeschichten von langen Arbeitszeiten, vielen Wochenenddiensten und niedrigen Gehältern erzählt.
Vieles davon sind wirklich nur Horrorgeschichten. Natürlich hat man auch in einer Klinik mehr oder weniger geregelte Arbeitszeiten, wie lange man braucht, um sein Pensum zu schaffen, liegt auch an jedem selbst. Wer langsam arbeitet, der sitzt eben noch 4 Stunden nach Feierabend da und diktiert seine Briefe...

Zum Thema Geld: wer Geld verdienen will, sollte nicht Medizin studieren. Sicher verdienen Ärzte mancher Fachrichtungen nicht schlecht, aber reich wird man damit i.d.R. nicht.
Man sollte auch etwas darauf achten, wo man arbeitet. An kommunalen Häusern gelten oft die Tarifverträge für öffentlich Bedienstete und bei den Kliniken in privater Trägerschaft lohnt sich ein Vergleich der Haus-Tarifverträge und eventueller (nicht finanziellen) Zusatzangebote. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Manche zahlen Dumpinglöhne, andere bieten richtig was für die Arbeit, die man leistet.
In manchen Häusern sind auch nur noch wenige Ärzte fest angestellt, dafür sehr viele Honorarärzte, die für ihre kurzfristigen Einsätze manchmal sogar einen besseren Stundenlohn erhalten, als die fest angestellten. Ob das für die Versorgungsqualität nun so gut ist, lasse ich mal dahin gestellt.
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Informationen aus dem Internet dienen generell nur der ersten Orientierung, sind persönliche Meinungsäußerungen und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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