Medizinstudium nach Promotion in Chemie

AiP, Doktorarbeit, Auslandserfahrung, Weiterbildung, Seminare, Wege ins Management

Moderator: DMF-Team

Antworten
chemiker
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 25.11.12, 18:00

Medizinstudium nach Promotion in Chemie

Beitrag von chemiker » 25.11.12, 18:27

Hallo liebe Forumleser,

Ich stehe kurz vor Abschluss meiner Dissertation in Chemie und möchte mich danach für ein Zweitstudium in Medizin bewerben.
Während meiner Zeit als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich in einschlägigen Journalen in der biologischen Chemie publiziert.

Ich möchte deshalb als Grund für mein Zweitstudium wissenschaftliche Gründe bei der ZVS geltend machen, da ich gerne in die medizinische Forschung einsteigen möchte, was mir als Chemiker nicht hinreichend und tiefgehend genug möglich wäre.

Idealerweise müsste ich in der wissenschaftlichen Begründung bereits (interdisziplinäre?) Forschungsfelder benennen können in denen ich tätig sein will und für dessen Ausübung mein Chemie-Wissen eine ideale Grundlage bereitet, aber ein Medizinstudium dennoch notwendig ist.

Ich bin gerade dabei eine Begründung zu schreiben, es fällt mir jedoch schwer konkrete interdisziplinäre Forschungsbereiche zu finden, die mit meinem bisherigen wissenschaftlichen Hintergrund vereinbar sind und im Gutachten anerkannt werden.

Kann mir jemand sagen, wie meine Chancen als Chemiker auf einen Platz im Medizinstudium sind und welche Gründe besonders in dieser Konstellation geltend gemacht werden können?

Welche interdisziplinären Forschungsfelder gibt es, für die Mediziner stark auf chemisches Fachwissen angewiesen sind?

Ich würde mich über einige hilfreiche Hinweise von euch sehr freuen!

grüße

Humungus
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 4989
Registriert: 10.09.07, 13:30

Re: Medizinstudium nach Promotion in Chemie

Beitrag von Humungus » 26.11.12, 10:13

Mittlerweile ist der Großteil der physiologischen und pharmakologischen Forschung auf der Molekularebene und darunter angesiedelt. Das heißt, dass chemische, insbesondere biochemische, und physikalische Kenntnisse sehr nützlich sind, beispielsweise für die Entwicklung von Medikamente. Sehen Sie sich nur mal Veröffentlichungen zur Zellphysiologie an.

Ich persönlich glaube weniger, dass Sie bei der ZVS größere Aussichten haben, aber die persönliche Bewerbung bei Universitäten sollte Ihnen sehr zupass kommen.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Antworten