Konzepterhaltung

Konzept der Anregung und Förderung individueller Lernprozesse bei Patienten mit Störungen der Wahrnehmung, Bewegung und/oder Kommunikation

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Elisabeth Röthlisberger
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Konzepterhaltung

Beitrag von Elisabeth Röthlisberger » 09.11.07, 16:39

Nächste Woche haben wir einen Refreshertag (Nach Basis und Aufbaukurs).
Wir haben den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben uns Fragen zu senden.
Eine häufig gestellte Frage ist: Was können wir tun, dass das Konzept bei den meisten Pflegenden einer Abteilung umgesetzt wird nebst Fachgruppen und Schulung?
Übrigens werden wir im Kurs das Forum exemplarisch, online vorstellen, wir hoffen auf zahlreiche Ideen.
Danke! Viele Grüsse aus Bern
Marianne Sahli und Elisabeth Röthlisberger :?: :)
Auf Antworten und Bemerkungen bin ich gespannt!

Freundliche Grüsse aus der Schweiz
Elisabeth Röthlisberger

Peter Estner
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Beitrag von Peter Estner » 14.11.07, 20:23

Liebe Schweizer,
als Moderator des Forums vorweg vielen Dank, dass Ihr am Forum für Basale Stimulation interessiert seit. Damit möchte ich aber auch vorweg nehmen, dass es keine all zu einfache Frage ist.
Da kann ich vielleicht nur von mir erzählen, nicht weil bei uns das Konzept Basale Stimulation so toll umgesetzt wird, sondern eher, wie ich es versuche, neben Schulung etc. die Basale am Leben zu erhalten.
Einmal ist es das Bemühen, immer wieder die gleichen Patienten zu begleiten, dass ist nicht immer ganz einfach, da wir im Schichtbetrieb sind und oft nach dem Frei, schon jemand anderes die Patienten betreut. Dann ist es wichtig, einen Besuch abzustatten, den/die Patienten zu begrüßen und auf sich aufmerksam zu machen. Wenn der/die Patienten wach genug ist, danach fragen, ob sie/er einen noch kennt.
Wenn ich dann die Dokumentation durchsehe, dann merke ich schon, ob basal gearbeitet wurde, das ist gerade bei den jungen Patienten, die ein Schädelhirntrauma haben schon sehr oft der Fall und kann dann auch gleich Erfahrungen austauschen.
Eine andere Möglichkeit ist, dass ich mit den Physio`s oder Ergotherapeutinnen spreche und da die Möglichkeiten der Basalen Stimulation diskutiere. Manchmal geht es auch über die Angehörigen, dass wir zusammen reflektieren, was sich inzwischen entwickelt hat, Fortschritte, oder wenn es nicht so gut läuft, eben auch einmal Rückschritte.
Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, da finden Fallbesprechungen statt und auch hier tauschen wir Ideen und Überlegungen zu den Pflegetherapien aus.
Die letzte Möglichkeit, die ich noch ansprechen möchte ist die Praxisbegleitung, ein bis zwei Tage im Monat, sind eine Kollegin und ich freigestellt und arbeiten zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen nach den beiden eingeführten Konzepten.
Das Vorleben, der Umgang mit den Patienten und die Pflegeplanung bei wahrnehmungsbeeinträchtigten Patienten muss immer wieder neu "gestartet" werden, dazu bedarf es Geduld und Zuversicht. Die habe ich, jetzt wünsche ich Euch einen schönen Refreshertag und hoffe mit meiner Antwort, dass ich Euch ein wenig weitergeholfen habe.
Viele Grüße
Peter Estner

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