Zeckenimpfung, JA oder NEIN?

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Wien3
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Zeckenimpfung, JA oder NEIN?

Beitrag von Wien3 » 04.03.19, 21:40

Hallo liebes Forum!

In der Schulzeit vor ca. 10 Jahren wurde ich regelmäßig gegen Zecken geimpft, nach der Schule habe ich dies nicht mehr getan, weil ich eben nie wandern oder ins Grüne gehe.
Seit einem Jahr lebe ich nicht mehr in der Stadt, das heißt um mich herum ist überall Grün. Mein Hund hatte letzten Sommer ein paar Zecken. An mir fand ich damals auch eine Zecke, die mich aber noch nicht gebissen hat :mrgreen:

Nun meine Frage, soll ich mich impfen? Bin jetzt nur noch draußen und gehe auch gerne mit meinem Hund spazieren, und sonne mich auch sehr oft auf Wiesen usw.

Überall lese ich, dass die Impfung auch nicht gerade gut ist, da es in sich auch dieses FSME Virus in der Impfung hat. Ist das für uns Menschen schädlich? Angeblich ist auch nur jede 20.000 Zecke an FSME infiziert.

Was ist für den Menschen ungesünder? Die Impfung, oder von einer Zecke gebissen zu werden, wenn man nicht geimpft wurde?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Zeckenimpfung, JA oder NEIN?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 05.03.19, 08:26

Hallo,
der Impfstoff besteht aus inaktivierten Partikeln, wirklich schwere Komplikationen sind extremst selten ( 1 Fall auf 1 Million Impfungen). Es ist gar keine Frage, dass eine Impfung sehr zu empfehlen ist. Je nach Fellbeschffenheit und Farbe werden Sie erstaunt sein, wieviel Zecken sich auf einem Hund tummeln. Bei unserem Hund sind es sehr viel und man erkennt sie ja fast immer erst dann, wenn sie sich voll gesaugt haben.
"Was ist für den Menschen ungesünder? Die Impfung, oder von einer Zecke gebissen zu werden, wenn man nicht geimpft wurde?"- natürlich der Zeckenbiss.
"Angeblich ist auch nur jede 20.000 Zecke an FSME infiziert."- Borrelioseerreger sind immerhin bis zu 30% der Zecken, FSME-Viren tragen Zecken je nach Region zwischen 0,1 % bis zu 5 %- die von Ihnen beschriebenen Werte stimmen also absolut nicht. Näheres können Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes lesen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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