Ausreichende Hygiene bei Warzenentfernung? Blutspende?

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Kessl
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Ausreichende Hygiene bei Warzenentfernung? Blutspende?

Beitrag von Kessl » 18.05.19, 12:26

Guten Tag

Vorgeschichte: Patient geht wegen einer Stielwarzenentfernung und eines Hautkrebsscreenings zum Hautarzt (Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten). Eine Schwester führt den Patienten in den Untersuchungsraum, bittet ihn sich zu entkleiden und legt eine Schere bereit die sie aus einer Schublade zieht. Der Arzt kommt wenig später und macht zuerst das Hautkrebsscreening, bei dem er auch die Füße des Patienten anfasst. Zur Entfernung der Warze nimmt der Arzt dann die Schere vom Tisch und schneidet die Warze ab (schmerzfrei) und er klebt ein Pflaster auf die Wunde. Beim abziehen des Pflasters sieht der Patient einen rötlichen Punkt auf dem Pflaster, es ist also Flüssigkeit (Blut?) ausgetreten.
Vor den Augen des Patienten wurde weder die Haut um die Warze, noch die Schere, noch die Hände des Arztes desinfiziert und auch Handschuhe wurden nicht benutzt.

Frage 1: Hat der Arzt korrekt gehandelt? Der Patient vermutet ehrlich gesagt unzureichende Sorgfalt.
Frage 2: Der Patient ist Blutspender, wie viel Abstand sollte er von einer Blutspende halten? Eher eine Woche, oder eher 4 Monate? (im Fragebogen des DRK ist nur von größerer OP und Krankenhaus die Rede, was beides ja nicht zutrifft)
Frage 3: Hat der Patient einen Grund leicht panisch zu sein? Geschlechtskrankheiten schließen immerhin HIV und HCV mit ein.
Frage 4: Wenn das Verhalten des Arztes falsch war, sollte oder kann man so etwas melden?

Danke für die Antwort schon mal

Gruss

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