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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Arztbriefe als "nicht vidierter Entwurf"!
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BeitragVerfasst: 06.09.18, 19:15 
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Meiner Lebensgefährtin kommt es sehr entgegen das sich ganz in der Nähe ein Krankenhaus befindet in dem sie sich behandeln lassen kann. Aber ihr Hausarzt und so auch sie erhält immer nur Arztbriefe/Entlassungsberichte ohne Unterschrift und mit diesem Vermerk. Als sie sich im Krankenhaus eine Verletzung des Sprunggelenks zuzog war im Entlassungsbericht eine Ursache für den Sturz angegeben die nicht zutraf. Als ich dann, mit Vollmacht, ihre Patientenakte duchschaute las ich da in diesem Bericht eine ganz andere Schilderung.

Sind Ärzte nicht verpflichtet Befunde zu unterschreiben und gibt es nicht das Verbot solche nachträglich abzuändern? Das würde mit die Möglichkeit eröffnen mal mit dem Krankenhaus in den Clinch zu gehen.


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BeitragVerfasst: 07.09.18, 09:02 
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was soll das bringen in den clinch zu gehen?Es ist doch immer besser eine friedliche und konstruktive Lösung zu suchen. Da kann man trotzdem auf seinemStandpunkt bestehen.Ich bin sicher, dass man seitens des Krankenhauses auf Deine Argumente eingehen wird.Befunde werden fast immer unterschrieben.


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BeitragVerfasst: 08.09.18, 12:16 
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BioTherapeut hat geschrieben:
was soll das bringen in den clinch zu gehen?Es ist doch immer besser eine friedliche und konstruktive Lösung zu suchen. Da kann man trotzdem auf seinemStandpunkt bestehen.Ich bin sicher, dass man seitens des Krankenhauses auf Deine Argumente eingehen wird.Befunde werden fast immer unterschrieben.


Ratschläge, aber keine Antwort. Denn wissen möchte ich ob hier das Krankenhaus rechtliche Regelungen verletzt. Worauf schon hinweist, dass ich einen Anwalt brauchte, um die von meiner Lebensgefährtin gegebene Vollmacht nutzen zu können. Und wie soll ein Patient zum Beispiel Schmerzensgeld einklagen, wenn der Arzt/das Krankenhaus die vorgeschriebene Dokumentation nachträglich manipulieren kann und darf?


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BeitragVerfasst: 08.09.18, 18:34 
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Beiträge: 4294
Hallo,
viele von uns (Ärzte und Psychologen) benutzen copy and paste oder vorgefertigte Befunde, die man nur etwas umschreiben muss, damit es passt. Man schreibt x Berichte am Tag, hat aber manchmal bei Hochbetrieb nur ein paar Minuten Zeit pro Brief. So können Fehler auftreten. Man schreibt schnell, dann liegt die Akte zur Seite für das Archiv und schreibt den nächsten Befund. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Akte nachträglich geändert wurde. Man hat die Zeit nicht dazu und darf das auch nicht.

Die Briefe kann man ändern lassen. Man muss nur mit die Stationsärzte reden und darauf hinweisen, dass ein Fehler passiert ist. Der Brief wird dann neu ausgestellt.

Gruss
Muppet


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BeitragVerfasst: 09.09.18, 08:23 
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ich gebe muppet völlig recht.So sollte man die Angelegenheit sehen und behandeln.


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BeitragVerfasst: 09.09.18, 09:59 
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Administrator

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Beiträge: 7403
Wohnort: Bad Nauheim
Die Ratschläge gehen zwar in die richtige Richtung aber der Threadersteller hatte etwas anderes gefragt.
hubert.braun hat geschrieben:
Sind Ärzte nicht verpflichtet Befunde zu unterschreiben und gibt es nicht das Verbot solche nachträglich abzuändern? Das würde mit die Möglichkeit eröffnen mal mit dem Krankenhaus in den Clinch zu gehen.
Eine vorläufige Dokumentation ist nicht verbindlich. Der Pat. oder dessen Behandler/Vertreter haben nach angemessener Zeit ein Recht auf eine verbindliche Dokumentation.
Muppet hat geschrieben:
So können Fehler auftreten.
Es ist aber auch klar, wer für solche Fehler haftet.
BioTherapeut hat geschrieben:
So sollte man die Angelegenheit sehen und behandeln.
Es gibt im medizinischen Bereich mitunter fatale Schäden und tragische Verläufe. Ohne weitergehende Infos sollte man m.E. über die zielführende Vorgehensweise keine Empfehlung abgeben.

_________________
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)


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BeitragVerfasst: 21.10.18, 12:54 
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Beiträge: 1
hubert.braun hat geschrieben:
BioTherapeut hat geschrieben:
was soll das bringen in den clinch zu gehen?Es ist doch immer besser eine friedliche und konstruktive Lösung zu suchen. Da kann man trotzdem auf seinemStandpunkt bestehen.Ich bin sicher, dass man seitens des Krankenhauses auf Deine Argumente eingehen wird.Befunde werden fast immer unterschrieben.

Ratschläge, aber keine Antwort. Denn wissen möchte ich ob hier das Krankenhaus rechtliche Regelungen verletzt. Worauf schon hinweist, dass ich einen Anwalt brauchte, um die von meiner Lebensgefährtin gegebene Vollmacht nutzen zu können. Und wie soll ein Patient zum Beispiel Schmerzensgeld einklagen, wenn der Arzt/das Krankenhaus die vorgeschriebene Dokumentation nachträglich manipulieren kann und darf?


Ein Arzt darf nicht einfach so irgenwelche Dokumente manipulieren. Kann ich mir nicht vorstellen. Würde mich da wirklich mal an einen Fachanwalt wenden.


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