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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Endiometriose
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 Betreff des Beitrags: Endiometriose
BeitragVerfasst: 09.01.18, 19:34 
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Registriert: 09.01.18, 19:13
Beiträge: 2
Guten Tag,

ich habe vor 2 Jahren via sekundären Kaiserschnitt entbunden. Etwa zeitgleich mit dem Abstillen zum Frühjahr 2017 hat sich bei mir ein regelmässig (im Sinne von eindeutig zyklisch gebunden) wiederkehrender Schmerz in der Leiste eingeschlichen, immer links, etwa auf Höhe des Nahtendes.

Da diese Schmerzen grundsätzlich an den Tagen zwischen der Menstruation und dem Einsprung stattfinden, geht mein Frauenarzt davon aus, dass es sich um Endiometriose handelt, was eine Folge des Kaiserschnitts sein könnte. Allerdings könne man dies nur anhand einer Bauchspiegelung feststellen, wovon er aber abgeraten hat und vielmehr zu einer hormonellen Behandlung durch Pille oder Spirale geraten hat, die den Zyklus unterdrückt. Dadurch würde der Schmerz ausbleiben und das Gewebe auf Dauer verkümmern. Nun habe ich mit 35 Jahren eigentlich nicht mehr vor, hormonell in mein System einzugreifen. Die Verhütung via Kondom passt aktuell recht gut. Andererseits ist eine OP nun auch nicht gerade mein Wunsch.

Da sich aber wohl die Einschätzungen teilen, ob eine solche Therapie dauerhaft zum verkümmern des Gewebes führt, würde ich gerne hier nach den Erfolgsaussichten fragen. Wenn lediglich die Bauchspiegelung hilft, dem Problem dauerhaft ohne Hormone Herr zu werden, dann stelle ich mir lieber dieser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Endiometriose
BeitragVerfasst: 09.01.18, 20:10 
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DMF-Mitglied

Registriert: 04.01.18, 20:50
Beiträge: 30
Hey,

ich würde dir raten sich eine zweite oder sogar dritte Meinung zu holen.

Heut zu Tage sagt jeder Arzt was anderes.

Kenne das von meiner Schwester sehr gut.

Also...
1. du schaust bei Jameda nach guten Frauenärzten (sortiere es nach ''die meisten Bewertungen'' aus)
2. wenn du da anrufst dann sagst du das du keinen Frauenarzt hast und das du aber starke schmerzen hast (seit paar tagen), und das du dringend einen Termin brauchst
3. lass dem Arzt seine eigene Diagnose machen. Vielleicht sagt er was ganz anderes. Du kannst ihm eventuell darauf hinweißen bzw fragen ob es vielleicht Endometriose ist

ich bin auch kein Fan von Hormonverhütung. Meine Frau hatte davon immer nur Beschwerden.

lg und alles gute dir


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 Betreff des Beitrags: Re: Endiometriose
BeitragVerfasst: 10.01.18, 11:22 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11804
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"das Gewebe auf Dauer verkümmern."- das stimmt leider eben nicht. Ich habe jetzt aktuell keine genauen Zahlen, Fakt ist aber, dass nur in maximal 70 % dauerhafte Erfolge zu erzielen sind. Es gibt eine Vielzahl hormoneller Maßnahmen mit mehr oder weniger starker Unterdrückung der Östrogenproduktion, aber Sie haben sich diesbezüglich sicher schon im Netz informiert. Problem ist aber vor allem, dass alle hormonelle Maßnahmen über viele Monate ( 6 Monate und länger) durchgeführt werden müssen und eben keine Garantie besteht, dass sie nach Absetzen der Therapie wieder neu auftritt. Kein guter Rat in meinen Augen ist die Hormonspirale ( die Sie auch wahrscheinlich noch selbst bezahlen müssen), besser- wenn überhaupt Gestagene- wäre dies in Form von Tabletten, die man bei Nebenwirkungen jederzeit absetzen könnte und eigentlich auf Kassenrezept verordnet werden müsste, da es sich um eine Erkrankung handelt und nicht um eine Verhütung. Die " Pille" wäre das Medikament, das am wenigsten geeignet wäre und müsste im Langzeitzyklus genommen werden- also non stop ohne Pause durchgehend.
Vor Therapie sollte man sowieso erst einmal eine ordentliche Diagnose stellen, das geht nur via Laparoskopie, habe ich z.B. über 2000 mal ambulant durchgeführt, Dauer ( wenn man nicht dann operieren muß ) etwa 15 Minuten. Normalerweise ist der Krankheitsverlauf eher umgekehrt. Die Beschwerden beginnen nach dem Eisprung, gefolgt dann von einer schmerzhaften Periodenblutung und anschließender Beschwerdefreiheit bis Mitte des folgenden Zyklus.
Der Rat mit Bewertungsportalen ist nicht gut, am besten ist es , sich an ein Endometriosezentrum überweisen zu lassen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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