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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Clomifen, Eileiterdurchlässigkeit & co
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BeitragVerfasst: 02.01.18, 14:42 
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Beiträge: 2
Sehr geehrter Dr. Fischer,

ich versuche seit einem Jahr schwanger zu werden, aber seit dem Absetzen der Pille habe ich regelmäßig Zwischenblutungen in der ersten Zyklushälfte und mir fiel auf, dass die Ovu-Tests erst ab Tag 20 positiv sind, der Temperaturanstieg erfolgt um Tag 21/22 und die 2. Zyklushälfte dauert dann nur ca. 9-10 Tage, bei einer Gesamtzykluslänge von 31/32 Tage.
Das Hormonlabor ergab normale Werte außer einem leicht erniedrigtem Östrogenwert und in der 2. Zyklushälfte einen Progesteronwert von 5,9.

Meine Ärztin begann nun diesen Zyklus den ersten Versuch mit Clomifen. Zyklustag 5.-9. 25mg. An ZT12 sah sie ca. 4 Follikel von 1,3-1,5 und sah das Mehrlingsrisiko als sehr hoch an. Sie schickte mich aufgrund von Urlaub 2 Tage später zu einem Vetretungsarzt, der dann an ZT14 einen Leitfollikel von 1,8 ( die anderen bei 1,4) feststellte, aber nur eine Dicke der Gebärmutterschleimhaut von 3,6mm. Er schloss ein Mehrlingsrisiko aus. Heute an ZT 18 müsste, nach positivem Ovu-test gestern, der Eisprung zu sein.

Kann sich die Gebärmutterschleimhaut in dieser Zeit noch ausreichend aufgebaut haben? Würde ein weiterer Clomifenzyklus unter Hinzunahme von zusätzlichem Estradiol Sinn machen oder welche Varianten sind möglich?

Hinzu kommt, dass parallel ein Bluttest eine erhöhte IgG Werte für Chlamydia trachomatis ergab, aber keine Hinweise auf eine aktive Infektion.
Daher möchte meine Ärztin sofort eine Laparoskopie durchführen lassen. Ist das zu diesem Zeitpunkt bereits indiziert und würde auch eine Hysterosalpingokontrastsonographie oder eine transvaginale Bauchspiegelung in Frage kommen? Wie hoch ist das wirkliche Risiko, dass die Eileiter Schaden genommen haben?
Vielen Dank für Ihre Mühe.


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BeitragVerfasst: 02.01.18, 16:55 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11801
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
lesen Sie bitte meine Clomifenbeiträge- es sind hunderte. Die Schleimhaut wird nur noch leider unwesentlich wachsen und zur Implantation sollte sie schon mindestens 8 mm betragen. Ferner haben Sie einen ausgeprägten Progesteronmangel ( Blutuntersuchungen sind zu unzuverlässig).
Estradiol von ZT 3- 12 wäre angebracht, Dosis 1-2 mg oral. Auch wird immer wieder die Gefahr der Mehrlingsschwangerschaft überschätzt, wenn man zu früh- wie im ersten Fall- Ultraschall macht. Der dominante Follikel ( Leitfollikel) unterdrückt meist, nicht immer, das weitere Wachstum der anderen.
Chlamydien können-müssen aber nicht- die Eileiter verschließen, wird aber auch etwas überschätzt, da sehr viele Frauen chlamydienpositiv sind und dennoch offene Eileiter haben. Obwohl ich gerade diese Eileiterüberprüfung ( Chromolaparoskopie) sehr oft und auch dazu ambulant durchführe, würde ich den Zeitpunkt hierfür für absolut verfrüht halten, ebenso für andere diagnostische Massnahmen zu deren Überprüfung. In diesem Zyklus noch unbedingt ein Gestagen verordnen lassen- 1-2 Tage nach dem ES dann nehmen. Progesteron verfälscht die Temperaturmessung, von der ich extrem viel halte, also besser 10 mg Dydrogesteron, falls Sie die Temperaur messen sollten.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 13.01.18, 16:26 
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Registriert: 02.01.18, 13:54
Beiträge: 2
Sehr geehrter Dr. Fischer,

vielen Dank für Ihre Einschätzung. An welchem Zeitpunkt wäre eine Durchlässigkeitsprüfung denn indiziert?
Ich habe von meiner Frauenärztin auf Nachfrage nun Utrogest verschrieben bekommen, obwohl ich lieber die Temperatur gemessen hätte. Aber meine Periode kündigt sich wieder an und ich werde wohl in den nächsten Zyklus starten. In der Zwischenzeit kam das neuste Blutergebnis von ZT5 und das ergab einen Östrogenwert von 25. Der Vorschlag der Ärztin lautete nun mir off-label 20 Tage La Famme zu verordnen, um den Zyklus anzuregen. Ich stehe dem jedoch etwas skeptisch gegenüber, da ich über die Indikation bei Kinderwunsch nichts finden konnte. Könnten Sie mir dazu noch was sagen?

Vielen Dank!


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BeitragVerfasst: 13.01.18, 17:32 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11801
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
zu dieser Pille und überhaupt zur Pille als Mittel zur Anregung würde ich auf keinen Fall raten. Damit unterdrückt man ja wieder die Aches Ovar-Hypophyse-Hypothalamus. Die Zyklen darunter sind lediglich künstlich erzeugt und die Gefahr, dass danach Störungen erneut auftreten ist nicht nur groß, sondern sehr realistisch. Zudem haben Sie ja Eisprünge. Beginnt man mit einer Stimulierung, sollte man auf keinen mehr einen Schritt zurück machen. Man muß bei Ihnen lediglich ein Gestagen substituieren und man kann durchaus von ZT 3-12 ein Estradiol nehmen, Dosis 1-2 mg zur rascheren Reifung. Mehr ist nicht nötig momentan. Wenn unter mehreren optimalen Zyklen-auch mittels Clomifen- keine SS eintritt und das Spermiogramm okay ist ( und auch das wichtige Prolaktin und die Schilddrüse!!!), erst dann kann man eine Durchgängigkeitsüberprüfung erwägen!

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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