Neuerung in der Chriurgie - wer weiß was darüber

Moderator: DMF-Team

Antworten
Kranke_Michi
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 09.01.09, 12:53

Neuerung in der Chriurgie - wer weiß was darüber

Beitrag von Kranke_Michi » 09.01.09, 13:11

Hallo zusammen.

Bin EDS Patient. Leide unter dem Typ IV (also dem vaskulären Typ).
Bei mir sind speziell die Blutgefäße betroffen. Sprich sie sind rissig und reißen relativ schnell.
Bin in Behandlung von einem super Professor, der auf die Krankheit spezialisiert ist. Will auch keine Fernbehandlung, sondern einen Rat bzw etwas Hilfe.
Momentan ist es so, dass eine Ader im Kopf einen Riss hat. Jetzt überlegt mein Professor den Kopf aufzumachen und die Ader durch ein Plastikröhrchen zu ersetzen.
Ein Arzt aus Chicago...zu dem ich Kontakt habe...hat mir von einer neuen Möglichkeit erzählt.

Weiß jemand darüber Bescheid?
Hätte dazu gern mehr Infos.

Wäre nett, wenn mir jemanden weiterhelfen könnte.
Also mehr zu der Methode:

Am Rush-Presbyterian-St. Luke's Medical Center in Chicago ist ein Durchbruch in der Gehirnchirurgie gelungen: Einem 48jährigen Mann wurde am vergangenen Dienstag eine lebensbedrohlich angeschwollene Ader im Gehirn mit einem Plastikröhrchen repariert ohne seine Schädeldecke zu öffnen. Der Patient konnte das Klinikum bereits nach 24 Stunden wieder verlassen. Das Röhrchen wurde von einem 2 Mio. US-Dollar teuren Apparat namens Telstar an seinen Platz gebracht. Der Apparat verwendet Magneten und Röntgenstrahlen, die das gewünschte Implantat per Fernbedienung durch alle Windungen des Blutsystem ziehen. Nach den hergebrachten Methoden wäre es nötig gewesen, ein 7,6-Quadratzentimeter großes Loch in den Schädel zu schneiden. Zunächst sollen damit Aneurysma- und Schlaganfallpatienten behandelt werden. Später sollen Parkinson-, Gehirntumor- und Epilepsiepatienten folgen. Der Telstar kann neben Medikamenten auch Zellen, die eine fehlende Hirnchemikalie produzieren, an fast jeden Platz bringen. Er erreicht 85 bis 95 Prozent des Gehirns. Dr. Demetrius Lopes, der die Operation durchführte, sagte: "Wir haben jetzt die Waffe, aber noch fehlt die magische Kugel."

Stefan von Sommoggy
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 419
Registriert: 15.09.04, 15:23

Beitrag von Stefan von Sommoggy » 09.01.09, 16:08

Ich denke, daß ein Hirnarterienaneurysma mit einer Stentprothese = gecoverter Stent ausgeschaltet worden ist. Inzwischen kann man solche Behandlungen auch in ganz kleinen Gefässen durchführen. Wir Gefässchirurgen machen das ja in den Bauch- (z.B. beim Aortenaneurysma), Becken- und Beingefässen.
Im Gehrin machen das Neuro-Radiologen und Neuro-Chirurgen.
Der Artikel ist zu "unwissenschaftlich" als daß man auf die genaue Vorgehensweise schließen könnte.
Wenn der Apparat nur 2 Millionen Dollar kostet, wäre er ja ein wahres "Schnäppchen". Ein modernes MRT ist viel teurer. In diesen interventionellen Behandlungsverfahren ist Europa führend und nicht die Amerikaner!
Viele Grüße,
Sommoggy
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

Nach § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ersetzt meine Stellungnahme nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Antworten