Dissektion Aterien - Ehler Danlos / Dysplasie - Syndrom?

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Dissektion Aterien - Ehler Danlos / Dysplasie - Syndrom?

Beitrag von ThreadErsteller » 12.11.15, 15:54

Hallo liebe Experten,

ich (ca. 40, m, sportlich, Nichtraucher, normalgewichtig) hatte vor ein paar Wochen eine Hirnstammischämie rechts bei Dissektion der Arteria vertebralis rechts (langstreckig proximal in V2 bis V4). Zudem wurde eine Subarachnoidaie Blutung (SAB) rechts frontal festgestellt, differentialdiagnostisch durch eine sekundäre Einblutung bei Dissektion der Arteria carotis interna rechts (kurzstreckig in C1 mit Bildung einer Doppelmembran) verursacht.

Ich versuche nun herauszufinden, wodurch die Dissektionen hervorgerufen wurden, um durch ggf. Verhaltensänderung ein rezidivieredenn Verlauf, also ein erneutes Auftreten, zu verhindern. Man unterscheidet ja spontane und traumatische Dissektionen. Bei mir wurde in der Tat eine Woche vor dem Schlaganfall bei einer Thai-Massage ein (nicht erfolgreicher) Einrenkversuch durchgeführt, so dass die traumatische Dissektion sehr wahrscheinlich ist. Allderings frage ich mich, ob bei mir eine Prädisposition für Dissektionen vorliegt. Da ich nicht rauche, mich sportlich betätige und gesund ernähre sowie aufgrund des Alters hätte ich keine Prädisposition vermutet.

In meinem CMRT-Befund habe ich allerdings hierzu folgendes gefunden: "In der koronaren MR-Angiographie der Hirn- / Halsgefäße nachweisbare Gefäßirregularität mit kurzstreckiger Doppelmembran der Arteria carotis interna rechts im C1-Segment im Sinne einer kurzstreckigen Dissektion. In der fettsupprimierten axialen T1 SPIR transversal langstreckiges Wandödem der Arteria vertebralis rechts im Sinne einer Gefäßdissektion. Die übrigen supraaortalen hirnversorgenden Gefäße kontrastieren sich unauffällig bei insgesamt relativer Elongation der supraaortalen Gefäße mit dilatativer Arteriopathie. Arterieller Hypertonus? Dysplasie-Syndrom? Bei fehlenden perlschnurartigen Gefäßveränderungen kein typisches Bild einer fibromuskulären Dysplasie".

Bluthochdruck hatte ich vorher keinen, während des Schlaganfalls insb. in der Intensiv- und auf Normalstation erhöht. Aktuell minimal erhöht und mit einem Satarn (4mg) minimal auf Normalniveau. Das Dysplasie-Syndrom (ich meine ein anderes Wort für Ehler-Danlos-Syndrom) hat mich stutzig gemacht. Nach einer Recherche habe ich herausgefunden, dass eine Unterkategorie des (erblich bedingten) Ehler-Danlos-Syndroms die Hypermobilität darstellt. Sowohl bei meiner Mutter als auch bei meiner Schwester wurde Hypermobilität diagnostiziert bzw. festgestellt. In einem Artikel wird ein Zusammenhang zwischen Bindegewebserkrankung (unter Nennung von Ehler-Danlos-Syndrom) und Dissektionen festgestellt http://www.kompetenznetz-schlaganfall.de/zervikale_dissektionen.0.html.
Meine Haut ist tatsächlich im Gesicht „ziehbar“, allerdings habe ich sonst keine typischen Sympthome des Ehler-Danos-Syndroms bei mir festgestellt (nicht übermäßig gelenkig, keine Schmerzen, keine Wachstumsschmerzen in der Kindheit etc.).

Meine Fragen:
1) Was bedeutet im Befund "retativer Elongation“? Bedeutet das, dass die Elongation nicht so ausgeprägt ist? Ich habe zudem gelesen, dass wenn die Aorta einen normalen Durchmesser hat, dass die die Aortenelongation gar keine Bedeutung besitzt?
2) Ich habe in letzter Zeit sehr intensiv Leistungssport betrieben, kann hier ein Zusammenhang bestehen, dass die supraaortalen Gefäße elongiert ist?
3) Wie kann man feststellen, ob bei mir das Ehler-Danlos-Syndrom vorliegt?
4) Ist bei positivem Befund zu vermuten, dass bei mir damit eine Prädisposition für Dissektionen vorliegt?
5) Was bedeutet dies bzgl. meines Verhaltens in der Zukunft. Muss ich etwas ändern / vermeiden?

Bei fehlenden Informationen kann ich diese gerne Nachreichen. Sollte die Frage eher einem anderen Themenbereich zugeordnet werden (Genetik, Neurlogie o.ä.) teilen Sie mir dies bitte mit.

Vielen Dank vorab.

Mit herzlichen Grüßen

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