Erweiterte PSA - Stichhemmende Westen im Rettungsdienst?

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VK-Retter
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Erweiterte PSA - Stichhemmende Westen im Rettungsdienst?

Beitrag von VK-Retter » 10.08.09, 17:26

Hi,

da momentan einige Kollegen darüber diskutieren:
Stichhemmende Westen im Rettungsdienst.. was sagt ihr dazu?
Im Ausland teilweise wohl schon Alltag, hier notwendig und sinnvoll?
Was sind eure Erfahrungen und Meinungen?
Gibt es in Deutschland vllt schion Wachen die welche haben?
Quid pro quo?

mbela
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Beitrag von mbela » 11.08.09, 05:18

Soweit, dass dies nötig wäre ists in unserem Bereich zum Glück noch nicht. Gibt es denn konkret einen Grund für Stichschutzwesten?

Grüße

M. Bela
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77

VK-Retter
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Beitrag von VK-Retter » 11.08.09, 15:36

Nein, einen konkreten Grund gibt es zum Glück bei uns (noch) nicht.
Mir ist zwar auch schon ein Verrückter mit einer Machete entgegen gekommen und es gibt hier auch ein paar Viertel/Häuser in denen man sich mit Weste wahrscheinlich sicherer fühlen würde, aber bisher sind Angriffe auf Kollegen bei reinem Körpereinsatz geblieben.
Denke dennoch das man nicht vorsichtig genug sein kann was die Sicherheit der Kollegen angeht.. auch wenn man die Frage der Wirtschaftlichkeit sicher nicht außen vor lassen kann (sind schließlich nicht ganz günstig solche Westen) Wobei, wenn ich mir überlege wie viel alleine unsere normalen Diensthosen kosten… ;-)
Wie genau die Frage aufgekommen ist weiß ich gar nicht, aber ich denke das es so oder so ein recht interessantes Themengebiet ist über das man lieber ein mal zu viel als zu wenig spricht. Schließlich ist das keine Angelegenheit wo man im Nachhinein den Betroffenen damit trösten kann das man es nun besser weiß.
Wie ist das eigentlich in Deutschland? Gibt es da schon Städte/Gegenden in denen solche Westen im RD im Einsatz sind? Mit welchem Argument? Welche Stichworte sind hinterlegt und wie funktioniert das System?
Meine in irgend einer Rettungsdienst-Ausgabe eine Kausistik gelesen zu haben in der beschrieben ist, dass eine Wache in Mainz stichhemmende Westen vorhält und bei entsprechenden Stichworten auch einsetzt.
Im Ausland ist das ganze ja schon gang und gäbe.. nicht nur in Amerika, sondern z.B. auch in London (eine Stadt die mir auch wenn ich kein Experte bin bisher gar nicht soo gefährlich vorgekommen ist.)
Wie sieht das in Deutschen Großstädten aus?
Wie ist das eigentlich mit Übergriffen mit Waffen.. werden die wirklich immer häufiger oder ist das eine rein mediale Wahrnehmung?
Quid pro quo?

fa7x110
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Beitrag von fa7x110 » 12.08.09, 23:35

Huhu VK
Stichschutzwesten sind bei uns seit Jahren ein hitziges Thema. In London sollten sie schon mal als fester Bestandteil der PSA ausgeteilt werden. Einfach weil es dort wirklich unangenehme Eckengibt und die Stichverletzung eine häufige Todesursache ist, in den vierteln. Es funktioniert aber in meinen Augen nicht wirklich. Entweder trägt mansie IMMER oder nie. Wie oft ist man Agression ausgesetzt bei ganz normalen Einsätzen die sich einfach dynamisch entwickeln. Wie selten kriegt man wirklich Probleme bei gewallt behafteten Einsätzen wie KV. Gesunden Menschenverstand und konstante Aufmerksamkeit kann durch keine Stichschutzweste ersetzt werden. Wir haben in England den Vorteil das wir wesentlich besser abgesichert sind einen Einsatzort einfach zu verlassen. Unseren Dienstanweisungen folgend darf ich einen kranken/verletzten Patienten verlassen sollte er fluchen und mich anschreien. Viele problematische Adressen und Personen sind von der Leitstelle markiert und zu jedem Einsatz dort rückt die Polizei mit aus. Ich kannes mir schwer vorstellen eine solche Weste zu tragen. Ich vertraue lieber auf meinen Kollegen,meinen 6. Sinn und meine flinken Beine. Ich stimme dir aber zu, das es ein interesantes Thema ist. Inmanchen Staaten traegn Paramedics sogar Waffen und ich meine nicht Irak oder so, sondern die US of A. Nicht alles was die Jungs in den Kolonien uns vor machen ist nachahmungswürdig.

Land-Ei
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Beitrag von Land-Ei » 23.08.09, 14:03

So ohne ist das Thema nicht.
Bei uns in der Nähe wurde ein RA von schräg hinten mit einem Küchenmesser von einem psychisch gestörten Täter im Rahmen eines Krankentransportes ohne Vorwarnung gestochen. Zum Glück entging er dem Tod und kann jetzt wieder voll arbeiten.
Und das in einem schönen glücklichen ruhigen ländlichen bayerischen Kleinstädtchen.

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