BGA im Rettungsdienst

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BGA als sinvolles Diagnostikum ind der Präklinik?

Umfrage endete am 15.02.09, 15:44

Ja
5
29%
Nein
12
71%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 17

fa7x110
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Beitrag von fa7x110 » 07.12.08, 02:36

Ich bin ja gerne bereit die zunehmende Unerfahrenheit deutscher Notärzte zu bezeugen, aber ein Arzt der eine BGA nicht rudimentär auswerten kann, ich denke wir sollten auf dem Boden bleiben. Selbst jeder RA sollte in der Lage sein auf basis einer BGA Urteile zu fällen über den Zustand des Patienten. Viel wichtiger ist es heut zu Tage, und das geht deutlich aus der Diskussion zwischen Alfred und Sascha hervor, welche Maßnahme am Einsatzort nutzt dem Patienten zu dem Zeitpunkt mehr als der zügige Transport? Die Basis der medizinischen Versorgung ist immernoch die richtige Maßnahme, am richtigen Patienten zur richtigen Zeit. Vieles ist möglich und auch vieles ist dem Patienten dienlich, aber doch manches erst im KH. Erst kürzlich gab es eien angeregte Diskussion in der Notfall- und Rettungsmedizin über invasive Maßnahmen am Einsatzort und deren Nutzen. Wir müssen uns im klaren sein ob diese zusätzliche Maßnahme wirklich dem Patienten ein besseres outcome beschert oder nur unser Ego poliert. "präklinische Sono? Klar machen wir. BGA? Sicher das! " Untersuchungen bringen dem Patienten rein gar nichts, wenn mit dem Ergebnis nicht umgehend etwas signifikantes geändert oder eingeleitet wird.
Nehmen wir als Beispiel dei Intubaton. Wozu brauch eich präklinisch eien BGA um zum Entschluss zu kommen das ein Patient beatmet werden muss? Entweder ich komme zu dem Entschluss aufgrund der respiratorischen Verhältnisse, dem GCS und meiner klinischen Gesamteinschätzung oder eben nicht. Den Verlauf der Beatmung kann ich präklinisch auch ohen BGA steuern da kompensatorische Mechanismen nicht so schnell anschlagen und ich mir deshalb nur Sorgen um SaO2 und EECO2 zu machen brauche.
Ja ich bin für Innovationen und gegen Stillstand, aber nur wenn beides dem Patienten etwas nützt.
Zuletzt geändert von fa7x110 am 07.12.08, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.

mbela
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Beitrag von mbela » 07.12.08, 10:23

Da hab ich mich ein wenig unglücklich ausgedrückt. Sagen wollte ich eigentlich, dass eben die Sorge vor dem "kann nicht intubieren, kann nicht ventilieren" bzw. Unsicherheit in der Narkoseführung bestehen und daran würde eine BGA, die zeigt, dass der Patient inadäquat atmet dann wohl auch nichts ändern.

Ich denke auch, dass sich das Rettungsfachpersonal und die präklinisch tätigen Ärzte auf das wesentliche an Mitteln beschränken, diese dann jedoch optimal ausnutzen sollten.

Grüße

Markus Bela
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77

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