Das Unwort des Jahres

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Das Unwort des Jahres

Beitrag von PR » 06.01.19, 13:31

Wir schreiben den 06.01.2019
Höchste Zeit, das Unwort des Jahres zu küren !

Ich schlage vor: "Datenspende",
samt seiner Präzisierung durch Professor Josef Hecken: Pflicht zur Datenspende

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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die lebenslange Häftlingsnummer zur Sicherheit

Euphemia
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Re: Das Unwort des Jahres

Beitrag von Euphemia » 06.01.19, 14:20

Da gehe ich uneingeschränkt d'accord :!:
Ich dachte echt, ich les nicht richtig. Datenspende - wie kommt man nur auf solch einen wahnwitzigen Gedanken?

Zu befürchten bleibt jedoch, dass wir alle, sollte die elektronische Patientenakte irgendwann verpflichtend werden, zu unfreiwilligen Daten-Spendern werden. An millionenfachen Datensätzen zur Gesundheit werden viele Interesse haben.

Ich hoffe ja mal, die Politiker, die darüber zu entscheiden haben werden, denken nach dem jüngsten Datenskandal noch einmal darüber nach. Doch ich bin da eher Pessimist.
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)

Parasympathikus
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Unwort 2019: "Pflicht zur Datenspende"

Beitrag von Parasympathikus » 07.01.19, 08:46

Ich stimme auch dafür. Offenbar drehen manche Funktionäre jetzt endgültig durch. Wobei das Jahr und vor allem die zunehmende Anzahl von Luftschaukelbremsern an wichtigen Stellen ja noch Potenzial für Steigerungen hat.

Pflicht zur Organ"spende", Pflicht zur Daten"spende", Pflichtenteignung von Diesel-PKW-Besitzern usw. Man tut halt alles, um den Bürger möglichst optimal gegen sich aufzubringen. Nur gut, dass der Deutsche im Vergleich z.B. zu den Franzosen noch vergleichsweise leidensfähig ist. Sonst hätte man so manchen Funzelnär für so viel Gehirndurchfall schon am Schlips durch seine wohltemperierte Amtsstube gezogen.
Viele Grüße,

Parasympathikus

Humungus
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Re: Das Unwort des Jahres

Beitrag von Humungus » 07.01.19, 10:27

"Datenspende" zeigt in aller Klarheit die Perversion der aktuellen Politik. Offensichtlich ist bekannt, dass die Daten schutzwürdig sind, und der Bürger wird dazu aufgefordert, sie "freiwillig" zu offenbaren.

Wenn man zurückdenkt, wie man vor einigen Jahren über solche Vorgänge gedacht hätte!
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Christianes Herz
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Freiwillige Offenbarung

Beitrag von Christianes Herz » 12.01.19, 15:54

Humungus hat geschrieben:"Datenspende" zeigt in aller Klarheit die Perversion der aktuellen Politik. Offensichtlich ist bekannt, dass die Daten schutzwürdig sind, und der Bürger wird dazu aufgefordert, sie "freiwillig" zu offenbaren.

Wenn man zurückdenkt, wie man vor einigen Jahren über solche Vorgänge gedacht hätte!
So wird dann auch wieder der Begriff des Offenbarungseides zu Ehren kommen. Wetten? Der wurde uns ja mühsam ausgetrieben mit dem Begriff der eidesstattlichen Versicherung. So meine Erinnerung. :mrgreen:

Frdl. Grüße und ein schönes Wochenende
Christiane

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