§219a StGB - die endlose Geschichte

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§219a StGB - die endlose Geschichte

Beitrag von PR » 15.12.18, 16:03

und eine voll_komm_men unnötige Geschichte. Leider von einer Kollegin losgetreten mit Spezialgebiet Schwangerschaftsabbruch, von Haus aus Hausärztin. U nd vor irgend welchen Pollitickern zum Zwecke der Schärfung des eigenen Profils missbraucht.

Guckt man nach (ich hab gut 20 Jahre lang nachgeguckt), wie sich der aktuell gültige § 218 StGB auswirkt, muss man sagen: Rechte sichernd und Frieden stiftend. Dann könnt man doch den blödsinnigen § 219a StGB einfach ignorieren. Denn seine Abschaffung wär genau so blödsinnig. Und, was jetzt offenbar als p o l i t i s c h e r Kompromiss verkauft wird, auch.

Zitier mich mal wieder selber:
http://www.badische-zeitung.de/meinung/ ... _161989258 :

Ich halt es für außerordentlich problematisch, Listen mit Ärzten, die (indikationslose) Schwangerschaftsabbrüche (nach Beratung) vornehmen, allgemein zu veröffentlichen. Es k a n n kein öffentliches Interesse daran geben, diese der Gefahr auszusetzen, von militanten sogenannten Lebensschützern die Praxis abgefackelt zu kriegen.

A l l e ungwollt Schwangeren müssen sich jedoch der Beratung nach § 218 unterziehen. Ob sie vorher im Internet nachgucken oder nicht.

Dann soll man doch von Staats wegen alle Beratungsstellen ins Internet stellen. Und von Staats wegen allen Beratungsstellen meinetwegen monatlich aktualisierte Listen aller Ärzte zukommen lassen, die (...) Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

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Re: §219a StGB - die endlose Geschichte

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 15.12.18, 17:20

Hallo lieber Kollege,

" ich halt es für außerordentlich problematisch.."- mehr ist nicht zu lesen, da man wohl Abonnent der Zeitung sein muß.
Nebenbei: der Kollege St... war meines Wissens ebenfalls Allgemeinarzt, hat es ja fertig gebracht, neben seiner Praxis in Stuttgart auch eine Filiale für Abbrüche in München eröffnen zu können.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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Genau drum hab ich den Rest meines Leserkommentars in der BZ

Beitrag von PR » 15.12.18, 17:25

ja hierher kopiert, lieber Herr Fischer. Mehr hab ich dort auch nicht hingeschrieben.

Die Gschicht des Kollegen St... kenn ich nicht sehr genau. Mir ist aber all die Jahre niemals zu Ohren gekommen, dass er es für nötig gehalten hätte, seine Patientinnen von sich aus über seine Existenz und Tätigkeit zu informieren. Das hätt ich von der j e t z t in Rede stehenden Hausarztkollegin auch so gewünscht.

Geruhsame Festtage und Guten Übergang nach 2019 !
Bin ab nächster Woche Enkel 4 hüten und Haushalt machen und hab da eher keine Gelegenheit, hier zu schreiben. Guggemeremool.

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Re: §219a StGB - die endlose Geschichte

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 15.12.18, 17:34

Hallo,
soeben habe ich gesehen, dass dahinter ja der Text steht, ich habe den Doppelpunkt übersehen.
Im Übrigen bin ich absolut Ihrer Ansicht, man sollte die Adressen von Ärzten, die Abruptiones durchführen, nicht öffentlich kundtun. Jede Beratungsstelle hat eine entsprechende Liste, ferner sind alle Ärzte, die diesen Eingriff durchführen, bei der Ärztekammer bzw. bei der KV registriert. Sie haben wahrscheinlich seinerzeit auch ein Schreiben von der KV Südbaden bekommen, ob Sie bereit sind, derlei Eingriffe durchzuführen.
Ich wünsche Ihnen ebenfalls schöne Festtage und ein zufriedenstellendes neues Jahr.
Grüße Dr. Fischer
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