Ein System ist am Ende

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ansonsten, timmiezwoo,

Beitrag von PR » 26.05.18, 10:17

den Trick: Systemuhr verstellen, den kenn ich auch.

Und: mit bekennenden Borrelianern,
mit denen konnt ich tatsächlich noch nie was anfangen.

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Timmie2
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Re: Ein System ist am Ende

Beitrag von Timmie2 » 26.05.18, 12:20

Dr. Fischer hat geschrieben:Erstaunlich, dass die von anderen Trägern betriebenen MVZ's einen Verlust von 42 % einfahren. MVZ in Städten machen einen Gewinn von 72% ? Darunter sind doch ebenfalls Krankenhäuser die Träger, wieso entsteht dann plötzlich ein Gewinn?
Sehr gut beobachtet, Herr Dr. Fischer, das ist die Frage. Die Umfrage lässt doch viel eher den Schluss zu, dass die Standortwahl entscheidend Gewinn oder Verlust beeinflusst. In Regionen mit hoher wirtschaftlicher Kaufkraft ist das Verlustrisiko geringer und die Gewinnspanne deutlich größer. Dieser Aspekt wird vom ZI völlig ignoriert.
PR hat geschrieben:Kein Patient hätt mich das je fragen müssen…
Sie sind auch kein Hausarzt. Fällt es Ihnen so schwer sich in die Lage anderer zu versetzen?
PR hat geschrieben:Oooch timmiezwoo, mit linken Spinnern und deren Funktionären will ich doch endlich überhaupt qarnix mehr konstruieren !
Ist mir bekannt. Sie 'fiedeln' lieber mit Patienten, die sich für Ihre Zwecke instrumentalisieren lassen.
PR hat geschrieben:Und: mit bekennenden Borrelianern, mit denen konnt ich tatsächlich noch nie was anfangen.
Vermutlich so wenig wie ich als ehemalige „Borrelianerin“ mit Ärzten wie Ihnen. Es ist traurig, wenn man belogen wird. Doch noch viel trauriger ist es, wenn man die Lüge erkennt und merkt, dass man für dumm verkauft wird.

Die Erkrankung ist Teil meiner Lebensgeschichte und hat mein Leben nachweislich beeinflusst. Für mich gibt es keinen Grund mich nicht dazu zu "bekennen".

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Und schon

Beitrag von PR » 26.05.18, 12:44

sind wir uns wieder einig.

Das "körperschaftliche" System, aus dem Sozis klammheimlich ein Konsortium von STAMOKAP Firmen gemacht haben, ist am Ende.

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Nicht aufgepasst, timmiezwoo !

Beitrag von PR » 26.05.18, 18:24

Ich fiedel seit etlichen Jahren nicht mehr. Sintemalen das mir von meiner Tante ausgeliehene Cello (einst von deutschen Juden in die britische Emigration und von ihr zurück ins 'schland verbracht) von meiner Freiburger Cousine beansprucht worden ist. Und den Kontrabass hab ich wegen bds. Daumengelenksarthrosen eben auch wieder abgegeben.

Seit auch schon bald zwölf Jahren zupf ich jetzt bloß noch den eBass. Bach'sche Triosonaten gehen damit grad so gut wie Bigbandjazz wie Jazzcombo.

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Das System ist am Ende: in den nächsten 5 Jahren

Beitrag von PR » 31.05.18, 19:24

gehen in Rheinland-Pfalz

58 % der Hausärzte, 58 % der Psychotherapeuten, 58 % der Gynäkologen, 59 % der Internisten, 58 % der Kinderärzte, 66 % der Nervenärzte, 56 % der Augenärzte, 67 % der Chirurgen, 48 % der Orthopäden und 55 % der HNO-Ärzte in Rente.

Ein Medizinstudium dauert 5-6 Jahre, die Facharzt-Weiterbildung (auch Allgemeinmedizin) 4-5 Jahre.

Wo Jungärzte einsteigen, arbeiten sie durchschnittlich 0,57 der Vollzeit (Quelle: KV Rheinland-Pfalz)

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KV Thüringen informiert

Beitrag von PR » 01.06.18, 16:12

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Re: Ein System ist am Ende

Beitrag von Timmie2 » 15.06.18, 22:58

Krankenhäuser in privater Trägerschaft 2018

- ertragskräftiger
- nehmen weniger häufig an der Notfallversorgung teil (Spezialversorger)
- Anzahl der zu betreuenden Patienten pro Pflegekraft liegt höher
- Outsourcen häufiger Leistungen
- können "Rationalisierungspotenziale" besser umsetzen

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Rationalisierungspotentiale

Beitrag von PR » 16.06.18, 09:44

So isses. Die werden umgesetzt, weil die kranken Kassen das seit Jahrenden erzwingen.
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Selten so gelacht

Beitrag von PR » 08.07.18, 15:18

Auf 784 Seiten beschreibt ein total sachverständiger Rat, wie er sich die „Beplanung“ des `schländischen Gesundheizwesens 2018 so vorstellt, und deren Perfektionierung:

https://www.svr-gesundheit.de/fileadmin ... BSEITE.pdf

Verrückt: ein paar wichtige Trends werden richtig erkannt und benannt. Darunter die rasante Feminisierung, die Verjobbung und Verteilzeitisierung des Arztberufs. (Davon ist hier in diesem Forum seit Jahrzehnten die Rede, auch wenn die lieben Mitleser und –schreiber das lieber bagatellisieren mögen.) Abhelfen soll, was Wunder: die perfektionierte Beplanung.

Noch verrückter: der total sachverständige Rat stellt nicht mal die Frage, wer denn den gigantischen Investitionsstau im ambulanten Gesundheizwesen beheben soll, wann, und mit welchem Geld.

S a c h verständig geht anders, gell Herr Gerlach.

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Re: Ein System ist am Ende

Beitrag von Christianes Herz » 08.07.18, 17:33

Er begutachtet das System ja selber als " sehr komplex und schwer überschaubar" (von den Strukturen her). Deshalb bringt der Ruf nach mehr Effizienz auch gar nix. Ob mit seinem Gutachten oder ohne. Patient wird nehmen müssen, was er noch vorfindet. Das ist der einzige Effekt, der noch überschaubar ist.

Grüße und eine schöne Woche
Christiane

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Re: Ein System ist am Ende

Beitrag von Timmie2 » 08.07.18, 20:59

PR hat geschrieben:...die rasante Feminisierung, die Verjobbung und Verteilzeitisierung des Arztberufs. (Davon ist hier in diesem Forum seit Jahrzehnten die Rede, auch wenn die lieben Mitleser und –schreiber das lieber bagatellisieren mögen.)
„Rasante Feminisierung“, klingt als wäre es eine Bedrohung. Obwohl…schon irgendwie blöd, wenn man(n) ‚Schätzchen’ schlechter bezahlt und sie dann den eigenen Berufsstand aufmischen :mrgreen:

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Die rasante Feminisierung

Beitrag von PR » 09.07.18, 06:24

ist die Hauptursache der Verjobbung und Verteilzeitisierung ärztlicher Arbeit. Ob man das bedrohlich findet oder nicht, ist Geschmackssache. Jedenfalls führt sie dazu, dass man für den gleichen Arbeitsanfall wie früher bald die doppelte Anzahl Ärzte braucht. Auch das steht im SVA-Gutachten.

Von einem weiteren Kollateralschaden weiß der ach so sachverständige Rat nix. Wenn Sie die gleiche Arbeit auf mehr Leute verteilen, müssen mehr Leute penibel auf dem Laufenden gehalten werden ("Übergabebesprechung", schriftliche Dokumentation). Das steigert die Fehleranfälligkeit enorm.

Abhilfe durch Beplanung ?

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Barnie Geröllheimer
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Re: Ein System ist am Ende

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 09.07.18, 09:04

Timmie2 hat geschrieben:Obwohl…schon irgendwie blöd, wenn man(n) ‚Schätzchen’ schlechter bezahlt und sie dann den eigenen Berufsstand aufmischen :mrgreen:
Ich hab mir das komplette Gutachten jetzt noch nicht angesehen, aber wieso sollten niedergelassene Ärztinnen schlechter bezahlt werden als die männlichen Kollegen?
Und wenn in den Kliniken Ärzte so dringend gesucht werden, wird man sicher auch eine ÄrztIN gut bezahlen, um die Stelle besetzen zu können.

Ich zitiere ein weiteres Mal aus einem Gutachten aus dem Jahr 2009(!) von Kopetsch, das schon damals eine Feminisierung des Arztberufes als eine der Ursachen für mangelnde ärztliche Versorgung ausmachte. Vielmehr beschrieb er aber die Tatsache als kritisch, dass durch die weit höhere Lebenserwartung viel mehr ärztliche Kraft und Zeit durch Multimorbiditäten gebunden wird, die früher frei war. Insbesondere nennt er hier Morbus Alzheimer. Und schon damals erkannte er die Fehlallokationen zulasten der Kassenpatienten durch Überversorgung der PK-Versicherten, was er euphemistisch als "Behandlungstiefe" umschrieb.
https://www.aerzteblatt.de/down.asp?id=3585

Es ist aber auch ein Fehler im System, dass ein Sprechstunden-Rahmen von 20 Std./Woche eine Planstelle VOLL besetzt. Auch wenn gerade ich sehe, dass neben der "Ladenöffnungszeit" noch genug Arbeit außerhalb dieser Zeit anfällt, ist es doch bei wissentlich und willentlich beschränkter Zahl von Leistungerbringern fast vorsätzliche Verknappung von Ressourcen.

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Ei der daus,

Beitrag von PR » 09.07.18, 09:57

reifen da Einsichten !

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Re: Ein System ist am Ende

Beitrag von Timmie2 » 09.07.18, 16:08

Barnie Geröllheimer hat geschrieben:Ich hab mir das komplette Gutachten jetzt noch nicht angesehen, aber wieso sollten niedergelassene Ärztinnen schlechter bezahlt werden als die männlichen Kollegen?
Und wenn in den Kliniken Ärzte so dringend gesucht werden, wird man sicher auch eine ÄrztIN gut bezahlen, um die Stelle besetzen zu können
Es ist mittlerweile gut belegt, dass ab einem gewissen Frauenanteil in einem Beruf die Entlohnung sinkt. Je höher der Frauenanteil umso niedriger die Entlohnung. Zudem verloren typisch männliche Berufe an Ansehen, sobald sie von Frauen ausgeübt wurden. Insbesondere im Arztberuf (aber auch bei Richtern) wird vor einer „Feminisierung“ gewarnt und ein „Statusverlust“ befürchtet.

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