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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Illegale Überschüsse / Finanzreserven kranker Kassen
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BeitragVerfasst: 04.03.18, 00:32 
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Der Gröhli verkauft’s eben wieder als Erfolg: fast zwanzig Milliarden mit Staates Beihilfe bei Arbeitgebern zwangseingetriebene Beitragsgelder ihrer Mitglieder haben die kranken Kassen im `schland mittlerweile auf Halde gelegt. Dies auch noch zu Zeiten von Negativzinsen.

Es handelt sich hier um eine Veruntreuung gigantischen Ausmaßes. Denn kranke Kassen sind Körperschaften. Dazu da, an Stelle des Staates (dem selber sowas halt vielleicht zu doof wär) Beitragseinnahmen zu Leistungsausgaben im Gesundheitswesen zu machen. Umbuchen. Eins zu Eins. Linke Seite, rechte Seite. Kranke Kassen dürfen weder Schulden anhäufen, noch Gewinne.

Dass da nicht nur keine Kassenaufsicht Anmerkungen fassen lässt, sondern der geschäftsführende Mister den Tatbestand auch noch lobt, belegt zwei Dinge:
1. das eklatante Systemversagen des Konstrukts „kranke Kasse“
2. das politische Wirken von Kräften, die sich längst über die Regularien einer parlamentarischen Demokratie hinwegsetzen


Wer hat dieses System so systematisch unterwandert ?

Also, ich tät ja sagen, es handelt sich hierbei um die berüchtigte „übergeordnete Verantwortung“ nach Lauterbach und Gandjour, beschrieben in einem Bändchen „Versicherungsmedizin“ aus dem Jahr 2002.

PR

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BeitragVerfasst: 04.03.18, 08:54 
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Hallo,
in 10 Minuten wissen wir Bescheid, ob eine Groko zustande kommt. Mal sehen, welche Auswirkungen es auf das Gesundheitswesen hat.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 15:25 
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Ach, nix wird passieren, mit Verlaub, Herr Dr. Fischer,

http://de.euronews.com/2018/02/07/groko ... gesundheit

In 2 Jahren soll ja (das ist das Gescheitetste, was ich gehört habe) eine Zwischenbilanz gezogen und nochmal nachgedacht werden. In der Zwischenzeit gibt es zwar wieder mindestens eine neue Grippewelle, noch mehr Kranke/zu Pflegende, aber auch einen jungen Gesundheitsminister, der erst mal allen Seiten zuhören wird, bevor er sich an die Angleichung der ärztlichen Honorare macht, z. B. Das wird ja als Allheilmittel für Gerechtigkeit, da gleiche Honorare = gleiche Schnelligkeit bei der Terminvermittlung, gehandelt.
Für so schlau halt ich ihn, den Herrn Spahn, dass er nicht vorschnell Porzellan auf einer Seite zerschlagen wird, ohne abzuwarten, ob sich die SPD nicht jetzt mit den Abnicken zur GroKo zur Gänze verabschiedet hat.
Und so werden von den Gewinnen der Kassen die Angestellten komfortabel weiterhin bedient und es wird von Rücklagen gesprochen. Allerdings sollten sie dann nicht auch noch obendrein fordern, noch mehr Prozent in Aktien anlegen zu dürfen. Das merkt dann auch der Gutwilligste, dass das dreist ist. M. E. Der Beitragszahler freut sich, wenn die Zusatzbeiträge wegfallen. Ich sag zwar immer gerne: "Nix ist fix", aber hier ...

Frdl. Grüße und eine schönen Sonntag und eine gute Woche
Christiane


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BeitragVerfasst: 05.03.18, 22:15 
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was die Regierung tut, dem gemeinen Wahlvolk künftig klarer zu verklaren.

Wenn das mal nicht gespähnt ist, wird es auf alle Fälle spahnend !

PR

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 Betreff des Beitrags: Re:Ein offener Brief
BeitragVerfasst: 06.03.18, 12:06 
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Hmmm … zu allererst muss ihm wohl erklärt werden, dass die Terminservicestellen nicht der Hit, weil nicht verhältnismäßig sind.

https://www.orthonet-nrw.de/fileadmin/o ... %A4lle.pdf

Was sollen wir mit einem Gesundheitsminister, der nur vom Vorgänger alles ohne zu hinterfragen weiterführt? Wenn ich eine Arbeitsstelle in meinem Leben begonnen habe bzw. es hat mich gereizt, sie zu bekommen, dann hab ich mich eigentlich immer vorher schlaugemacht.

Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Re:Ein offener Brief
BeitragVerfasst: 06.03.18, 13:32 
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Christianes Herz hat geschrieben:
...dann hab ich mich eigentlich immer vorher schlaugemacht.
Spahn ist unter Garantie gebrieft. Im Ministerium sitzen alte Kämpen der CDU, der AOK und wahrscheinlich auch noch aus der Zeit von Ullalla.

Kurzes Exzerpt:

1. Die Ärzte sind gierig, dumm und unsolidarisch. Eigentlich kannst Du alles mit ihnen tun, so lange sie sich nicht vereinigen.
2. Die Medizinkonzerne sind unsere Freunde. Hier wirst Du gutbezahlt im Vorstand sitzen und eine Karriere für die Zeit danach kriegen.
3. Angie ist mit Bertel dick verbandelt. Vergiss das nie.
4. Big Pharma verdient und lacht. Hau ihnen medienwirksam ab und zu eins aufs Maul, dann jammern sie und kassieren weiter. Alles abgesprochen. Big Data als jüngster Player ist motiviert und kann viel Geld lockermachen. Greif zu!
5. Die GKVen sind so feist, dass sie vor lauter Geld kaum laufen können. Lass sie die Drecksarbeit machen und auf Ärzte, Patienten und Pharma hetzen, dann bleibt Deine Weste rein.
6. Bitte keinesfalls langfristige Planung. Stopfe alle Löcher vorübergehend und rede laut darüber. Vergiss nie: es gibt noch Ministerien und Jobs nach Deiner Zeit hier!
7. Goldene Regel: immer anderen die Schuld zuschieben. Am besten den Ärzten, denn die sind gierig, dumm und unsolidarisch. Pack noch Neid dazu, dann stimmt die Mischung.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Also ich glaub ja, da hat der BVOU
BeitragVerfasst: 06.03.18, 18:28 
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argumentativ voll in die Kacke gelangt, aber in der Hauptsache natürlich Recht: Terminservicestellen sind wirkungslos und kropfunnötig, Ausgeburten kranker Ökonomenhirne im Staatsauftrag. Typisch Lauterbach halt.

Mir kann jetzt ja wurscht sein, was das Egospähnchen so treibt. Die Patientenakten sind versorgt, der Laden ist so gut wie leergeräumt, ein Käufer will die Räume, danach ist meine Hauptsponsorin den teuren Verwaltervertrag los, und ich mit etwas Glück den der Telekom.

Was das Egospähnchen für einer ist ? Einfach mal gucken, was das macht, wenn es das Ministeramt abgegeben hat. Was der Gröhli für einer war ? Dto.

PR

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