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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Prostatitis - Erfahrungen
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 Betreff des Beitrags: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 02.01.17, 21:47 
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Interessierter

Registriert: 13.12.14, 17:39
Beiträge: 6
Ich bin 36 und leide seit über 15 Jahren an einer chronischen Prostatitis. Da die Schmerzen seit einigen Wochen zugenommen haben, möchte ich nun einen neuen Anlauf nehmen um diese Krankheit in den Griff zu bekommen.
Hier sind Dinge aufgelistet, die ich gezielt gegen Prostatitis unternahm oder aus anderen Gründen, die mir in Vergangenheit geholfen haben

- Joggen
- Broccoli Sud trinken (Dies jedoch nicht immer. Die letzte Kur war erfolglos)
- sexuelle Mäßigung (gelegentlicher Geschlechtsverkehr mit einer festen Partnerin schien sich am günstigsten auf die Prostata auszuwirken. Völlige sex. Abstinenz an zweiter Stelle. Selbstbefriedigung führte zur Verschlimmerung)
- Propolis (hier bin ich mir nicht sicher - Einnahme über eine langen Zeitraum schien die Beschwerden zu lindern, könnte aber auch zufällig gewesen sein)
- Antibiotika: nur Cefuroxim (wurde mir eigentlich gegen eine Lungenentzündung verschrieben, linderte die Prostatabeschwerden deutlich. Sie kamen aber leider nach einigen Tagen, manchmal Wochen wieder zurück. Ich berichtete darüber hier: viewtopic.php?f=9&t=126494)
- Kürbiskernextrakt (linderte aber nur Beschwerden in Zusammenhang mit Wasserlassen)

Dinge, die bei mir nicht oder kaum zu einer Besserung beitrugen:

- Yoga
- Kraftsport
- Prostatamassage (führte zur Verschlimmerung; falsche Ausführung nicht ausgeschlossen)
- Antibiotika abgesehen von Cefuroxim
- Arztbesuche

Hat jemand ähnliche/andere Erfahrungen gesammelt?
Es gibt im Netz leider wenig Erfolgsgeschichten. Schreiben die gesund gewordenen nicht? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 02.01.17, 23:40 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.15, 21:35
Beiträge: 96
Tja, Prostatitis ist leider oft eine Fehldiagnose. Selber hatte ich zum Beispiel nie eine, es konnten trotz aller Untersuchungen keine Bakterien oder Keime nachgewiesen worden. Trotzdem folgten Antibiotika und zick Medikamente, die nicht geholfen haben, ausser gefährlichen Benzodiazepinen.

Was aber am meisten geholfen hat war (sensomotorische) Körpertherapie und Physiotherapie (Dry Needling) sowie tägliche Übungen, die zur Entspannung dienen. Zur Zeit habe ich sicherlich 80/85% der Weges geschaft. Was bleibt (linke Gluteen und linker Quadriceps) hat mit der Prostata nichts zu tun.

Bei Urologen habe ich in der Tat auch keine Hilfe bekommen, bei anderen Ärzten manchmal schon. Meine Erfahrung ist, dass Schmerztherapeuten öfter eine bessere Ahnung der muskelbedingten "Prostatitis" (also vom CPPS) hatten als Urologen. Bewegung (einfach nur gehen) hat allgemein auch sehr geholfen!

Eines sollte man im Hinterkopf behalten: keine Infektion = keine Antibiotika!


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 10.01.17, 08:50 
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DMF-Mitglied

Registriert: 23.02.10, 10:15
Beiträge: 63
Was mir in meiner mittlerweile über 20jährigen Leidenszeit geholfen hat:

-Die beste Wirkung und am Nachhaltigsten: Triggerpunktbeseitigung (Äußerlich, wie innerlich)

-Ebenfalls eine sehr deutliche Wirkung: Gabapentin zur Schmerzdämpfung

Leicht wirksam:

-Amitriptylin: Zur Schmerzdämpfung, leicht wirksam
-Brenneselwurzelextrakt: Durchblutungsfördernd, entzündungshemmend
- Joggen, Radfahren: Das dient vor allem zur mentalen Ablenkung von der Problematik bei mir
- Bier: Schmerzdämpfend, beruhigend.

Momentan beschränke ich mich auf die Triggerpunktbeseitigung ( nur noch 2 innerliche Triggerpunkte), sowie auf das Joggen.

Was ich nun auch alle 2-3 Tage angehen werde, sind Dehnübungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 10:48 
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Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:52
Beiträge: 11
Tja, es scheint, dass hier leider keiner durch Arztbesuche glücklich geworden ist! :-(
Ich weiß auch nicht, was ich von meinen (inzwischen) 4 Urologen halten soll - und meiner schulterzuckenden Hausärztin.
Bei mir ist die Problematik leider auch noch etwas durch meinen Herzinfarkt im August 2016 (ich bin erst 42) verschärft, da mir die Ärzte zwar alle sagen, dass dieser Stress nicht gut für mein Herz ist, aber wirklich etwas tun, das macht keiner.
Mir wurde die Diagnose CPPS nicht einmal vernünftig erklärt.
Ich musste mich (u.a. hier) im Netz schlau machen.
Habe mir hier nun einige Sachen notiert - und werde nächste Woche meine Hausärztin bzgl. Überweisungen an Physio und Osteo ansprechen.
Brennnesseltee und Kamillentee trinke ich auch wie ein Weltmeister, seit Wochen, weil ich das schon Anfang Januar als Tipp im Netz fand, als meine Harnröhrenschmerzen begannen.
Ob es hilft? ich weiß es nicht! Aber es schadet auch nicht - und ich trinke dadurch weniger Kaffee, der bei CPPS ja nicht so gut sein soll.

In meinem Heimatort gibt es 2 Physios die Triggerpunktmassage anbieten; muß man auf noch etwas achten, oder bedeutet das, dass sie auch für CPPS geeignet sind?
Bzgl. Osteo habe ich im Netz ein Buch einer Frau Marx entdeckt, das auch erschwinglich ist. Ist dies zu empfehlen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 11:32 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.15, 21:35
Beiträge: 96
TristanX hat geschrieben:
In meinem Heimatort gibt es 2 Physios die Triggerpunktmassage anbieten; muß man auf noch etwas achten, oder bedeutet das, dass sie auch für CPPS geeignet sind?


Irgendwie sollte man schon darauf achten, dass sie mit Beckenboden(Patienten) Erfahrung haben. Hier ist eine Liste von solchen Physios zu finden (mit PP = Physio Pelvica gekennzeichnet):
http://www.ag-ggup.de/therapeutenliste/ ... ckenboden/


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 12:01 
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Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:52
Beiträge: 11
In meiner Nähe ist da leider niemand, mit PP! :-(
Am nächsten wäre da noch Frankfurt Höchst, aber leider fällt diese Dame auch weg. Sie sitzt in einer gynäkologischen Klinik - und ist nur für Schwangere zuständig.
In meiner Nähe gibt es keinen einzigen Physio mit PP, habe nach PLZ und Orten gesucht.
Sind die anderen Physios komplett ungeeignet?


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 14:54 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.15, 21:35
Beiträge: 96
Luxemburger1977 hat geschrieben:
Sind die anderen Physios komplett ungeeignet?


Schwer zu sagen. Dabei ist nich mal sicher, ob alle Physios mit PP wirklich geeignet sind. Bei schwangeren Frauen oder lieber gleich nach der Geburt würden sie eher den Beckenboden verstärken und bei Männern, bei denen der Beckenboden sehr verspannt ist, kann diese Art von Übungen ziemlich fatale Folgen haben.

Wenn du keine andere Wahl hast, dann kannst du bei den 2 Physios in deinem Heimatort versuchen. Dry Needling mache ich im Grunde bei einem Sportphysio, der keine Ahnung von Beckenbodenproblemen hat. Dabei kennt er aber alle Muskeln und konnte gerade mit Quadriceps (Oberschenkeln) und Gluteen gut helfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 18.02.17, 15:43 
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Interessierter

Registriert: 17.02.17, 18:52
Beiträge: 11
Ich habe die beiden Physios in meinem Heimatort per Mail angefragt, ob ihre Triggerpunktmassagen auch für CPPS geeignet sind.
Ich hoffe, dass einer von beiden, geeignet ist - zumal sie beide auch über gesetzliche Krankenkasse abrechnen.
Sensomotorische Körpertherapie gibt es in meiner Nähe leider auch nicht.

Was haltet ihr von einer Einweisung in eine psychosomatische Klinik? Meine Depressionen nehmen zu - und Antidpressiva möchte ich nicht nehmen, da ich schon genug Herzmedikamente nehmen muss.
Kann das etwas bringen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Prostatitis - Erfahrungen
BeitragVerfasst: 20.02.17, 10:47 
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DMF-Mitglied

Registriert: 23.02.10, 10:15
Beiträge: 63
Völlig unproblematisch ist z.B. das Antidepressivum Amitriptylin, in niedriger Dosierung. Das wirkt schmerzdämpfend und gleichzeitig eine leichte antidepressive Wirkung.


Aber: Das Wichtigste ist die Beseitigung von Triggerpunkten bei einem geeigneten Therapeuten.


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