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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Infektion mit dem Epstein-Baar-Virus - was ist da dran?
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BeitragVerfasst: 13.11.17, 10:57 
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DMF-Mitglied

Registriert: 15.12.13, 15:54
Beiträge: 20
Einen wunderschönen guten Tag

Eine Bekannte von mir hat ein gesundheitliches Problem. Sie war schon bei verschiedenen Ärzten und da die nicht weiterhelfen konnte ist Sie nun in den Büchereien unterwegs und „studiert Medizin“. Inzwischen ist Sie auf das Buch gestoßen „Das unterschätzte Epstein-Baar-Virus“ von Sigrid Nesterenko. Die dort gelisteten Symptome – so sagt sie – treffen alle auf sie zu.

  • Chronische Müdigkeit
  • Blähbauch – also man wirkt „Dicker“ obwohl sich am Gewicht nichts ändert

Die Autorin des Buches – also Sigrid Nesterenko – ist keine Medizinerin, sondern sie hatte das gleiche Schicksal.

Nach der „Schulmedizin“, so das genannte Buch gilt das EBV-Virus als harmlos und so wird nichts unternommen. Nach dem Buch gibt es ein Nahrungsergänzungsmittel, dass aktuell nicht nur über das Buch, sondern auch ansonsten beworben wird.

Ich bin kein Mediziner, aber ich habe ein wenig das Gefühl, dass hier eine homöopathische Sau durchs Dorf getrieben und damit Kasse gemacht wird. Daher meine Fragen:

  • Ist es wirklich so, dass dieses Eppstein-Baar-Virus als harmlos eingestuft ist und daher von den Ärzten auch kaum die Leute darauf hin untersucht werden?
  • Kann es sein, dass dieses EBV-Virus bei wenigen Menschen dann doch entsprechende Nebenwirkungen verursacht?
  • Wo könnte man im Raum München und Umgebung einen Fachmann finden, der nötige Untersuchungen durchführt und weiter helfen kann?

Herzliche Grüße
Wolfgang


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BeitragVerfasst: 13.11.17, 17:30 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11118
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Abend,
"•Ist es wirklich so, dass dieses Eppstein-Baar-Virus als harmlos eingestuft ist und daher von den Ärzten auch kaum die Leute darauf hin untersucht werden?"- so ist das in den einschlägigen Lehrbüchern aber nicht zu lesen. Die Mononukleose ( Pfeiffer-Drüsenfieber) wird durchaus ernst genommen- wenn man an sie denkt. Zumindest sollte man daran denken, wenn bei Fieber und Halsschmerzen die Halslymphknoten geschwollen sind-das ist in immerhin 70 % der Fall. Dann muß man durchaus auch die Milz und Leber palpieren und entsprechende EBV-Serologie veranlassen. Da es eine Viruserkrankung ist, kann man bei komplikationslosem Verlauf nicht viel machen, daher evtl. die Meinung, man nimmt die Erkrankung nicht ernst. Bei Komplikationen ( Milzbeteilugung, Leberbeteiligung, Pneumonie, Ikterus, Enzephalitis wird stationäre Aufnahme durchgeführt.
Eine entsprechende Analyse kann jeder Hausarzt durchführen, Blutentnahme und dann auf dem Laboranforderungszettel das EBV ankreuzen. Achtung: sehr viele haben EBV durchgemacht und haben entsprechende Antikörper im BLut, man kann aber durch exakte Laborbestimmung immer sagen, ob es eine alte oder frische Infektion ist.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 21.11.17, 23:52 
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Registriert: 30.08.13, 22:50
Beiträge: 154
Guten Abend,

meine Ergo Therapeutin hat den Verdacht bei mir ebenso geäußert, hab sehr viele Symptome die nicht so recht auf irgendwas passen. Über das Buch Mediale Medizin das Virus entdeckt und gemeint das ich es mal versuchen soll los zu bekommen. Man muss 4 Wochen eine Rohvegan nach einem bestimmten Schema machen und danach wieder einstigen in eine gesunde Ernähung.

Die Rohvegan kur hab ich geschafft, allerdings nicht nach dem Schema und auch nur 3 Wochen. Geholfen hat es null, mir geht es immer noch genauso.

Es ist bei mir nicht bekannt, das ich das Drüsenfieber durch gemacht habe.


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BeitragVerfasst: 23.11.17, 16:43 
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DMF-Mitglied

Registriert: 15.12.13, 15:54
Beiträge: 20
Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Vielen Dank für die Hinweise. Inzwischen ist meine Bekannte beim Arzt gewesen. Er hat wohl was anderes gefunden.


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