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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Zervikale Myelopathie und Sport!?
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 Betreff des Beitrags: Zervikale Myelopathie und Sport!?
BeitragVerfasst: 13.09.17, 07:23 
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Registriert: 13.09.17, 04:55
Beiträge: 1
Hallo,

mein Mann hatte vor 15 Jahren einen Arbeitsunfall und seitdem ist sein HWK 7 frakturiert, er hat bei C7 eine Spinalkanalstenose. Vorgestern wurde bei ihm eine beginnende zervikale Myelopathie festgestellt. Er wusste immer, dass sich seine HWK-Sache verschlimmern kann. Die letzten Jahre war auch alles regelrecht bei den MRT-Untersuchungen, zumindest konnte eine sichere Myelopathie nie festgestellt werden. Es gab zumindest wohl immer Verdachte auf eine Myelopathie. Gut, jetzt zeigen die MRT-Bilder eine und jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Er war gestern gleich bei einem Orthopäden und dann noch bei einem Physiotherapeuten. Beide sagten einstimmig, da er keine ständigen neurologischen Ausfälle (Kribbeln oder gar Lähmungen) hat, und bei dem EMS- und JOA-Test jeweils die volle Punktzahl hat, dass er sich noch nicht operieren lassen soll. Eine OP könnte irgendwann mal auf ihn zu kommen, vielleicht aber auch nie. Er sollte allerdings sein Training überdenken.

Er ist so der Typ "Was einen nicht umbringt, macht einen nur noch härter". Also ging er gleich ins Studio und trainierte wie sonst auch. Er trainiert mal schwer und mal leicht. Ich kenn mich mit dem Training auch ein wenig aus. Er trainiert also von Maximalkraft bis Kraftausdauer alles. Er meint, dass die ganzen letzten Jahre ja nichts passiert sei und ob die Myelopathie jetzt mit seinem Training zusammenhängt, ist ja auch nur eine Vermutung.

Dennoch möchte ich mit ihm nochmal mit ihm über sein Training reden, ob das alles wirklich so gut ist, besonders das Maximalkrafttraining, da dabei doch zu sehr Zug und Druck auf die ganze Wirbelsäule usw. usf. ausgeübt wird.

Ein mir befreundeter Orthopäde sagte mir gestern Abend wiederum (mein Mann ist in der Schcht gewesen und schläft grad), dass er bei dieser Diagnose vielleicht nur im mittelschweren Bereich trainieren sollte, also im Hypertrophiebereich und nicht mehr im Maximalkraftbereich. Und wenn im Hypertrophiebereich, dann auch nicht bis zum positiven Muskelversagen, sondern nach der 80 %-Regel. Würde er 12 saubere Wiederholungen schaffen, sollte er bei 10 aufhören, um das Training nicht zu schwer werden zu lassen und auch das zentrale Nervensystem nicht zu überlasten.

Er macht folgende Übungen:

Kreuzheben
Kniebeugen
Bankdrücken
Military Press
Klimmzüge
Rudern

Sind diese Übungen in Ordnung oder sollte er davon oder teilweise die Finger lassen?

Ich freue mich auf Antwort.

Danke vorab.

LG


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BeitragVerfasst: 13.09.17, 14:29 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10808
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
da Ihr Mann noch keine neurologischen Ausfälle hat, denke ich auch, dass eine OP momentan in keinster Weise gerechtfertigt wäre.
Mit Ausnahme von Kniebeugen ( ohne Hantel) und Rudern belasten alle anderen Übungen die gesamte Wirbelsäule, wenn auch zum Teil mehr oder weniger die HWS.
Ich schließe mich als Sportmediziner dem Rat des Orthopäden an und rate darüber hinaus,
Maximalkrafttrainung ist kontraindiziert, zum Teil belasten gewisse Übungen in seinem Programm die HWS enorm ( z.B. Military press).
Ein echter Prolaps ist relativ selten, am häufigsten ist bei obiger Erkrankung eine sogenannte Cervikobrachialgie. Dennoch ist Vorsicht geboten und wenn schon Training, aus welchen Gründen auch immer ,sein muß, dann würde ich nicht mehr als mit 50 % der bisherigen Intensität üben.
Viele Orthopäden haben auch die Zusatzbezeichnung " Sportmedizin" ( als Frauenarzt bin ich da eine Ausnahme), dort kann er sich detaillierten Rat holen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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