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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kopfdruck und kurzzeitiger Hörverlust nach Anstrengung
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BeitragVerfasst: 01.07.15, 09:52 
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Beiträge: 183
Hallo zusammen,

zu meiner Person, ich bin m, 33, 187cm groß und zur Zeit 95KG schwer, Nichtraucher, am Wochenende hin und wieder Bier in Maßen. Glücklich verheiratet, keine Kinder, sitzender Job als IT-Projektleiter.

Bekannte Vorerkrankungen

- Schilddrüsenüberfunktion
- Abladierte AV-Reentry-Tachykardie
- POTS (Posturales ortostatisches Tachykardisyndrom)

Medikamente
- Bisoprolol 1,25mg 1-0-1
- L-Thyroxin 50mg 1-0-0

Nun zu meinem Problem, dass ich an folgender Stelle immer reproduzieren kann:

Ich gehe mehrere Stockwerke Treppen, wenn ich oben ankomme, werden mir die Beine enorm schwer (führe ich auf Unsportlichkeit zurück). Wenn ich dann nach Rechts gucke, kriege ich schlagartig das Gefühl mir spannt jemand einen Gürtel um den Kopf, es fängt an zu drücken im Kopf an den Adern der Schläfe und am Ohr und mein Hörvermögen lässt nach. Wenn ich dann den Kopf nicht wieder gerade mache, wird das ganze schlimmer, bis mir schwarz vor Augen wird und ich mich hinsetzen muss.

Wenn ich dann ca 1ne Minute stehen bleibe und den Kopf gerade halte, lässt der Spuk wieder nach. Auch kann ich den Kopf wieder nach rechts drehen, ohne dass es zu solchen Beschwerden kommt.

Natürlich war ich damit auch schon bei verschiedenen Ärzten:

Hausarzt -> 24hBlutdruckmessung völlig in Ordnung. 24h EKG, wenige SVES und VES i.o.
Neurologe -> EEG in Ordnung, Doppler der Kopfversorgenden Gefäße (bei geradem Kopf) in Ordnung, kein Kalk. MRT des Kopfs mit Kontrastmittel i.o.
Orthopäde -> Röntgen / MRT der HWS, BWS. Steilstellung der HWS, Holkreuz, Kleinste Bandscheibenvorfälle im BWK 3-5, sowie ein bekannter Vorfall zwischen S4/S5. -> Verordnung Physiotherapie. Rückenschmerzen sind seitdem besser geworden, an der Problematik oben hat sich jedoch nichts geändert.

Ich bin noch nie Ohnmächtig geworden oder der gleichen. Was mich halt wundert ist, dass es so Kopfbewegungsabhängig ist. Ich habe bei diesen Bewegungen hin und wieder auch einen kurzen Sekundenschwindel, ebenfalls durch Kopfbewegungen auslösbar.
POTS als Ursache dieser Beschwerden würde ich fast ausschließen, da es ja Kopfbewegungsabhängig ist? Auffällig finde ich jedoch auch, dass dies nur nach Belastung passiert.

Hat jemand eine Idee wodran das liegen könnte? Ich konnte früher Problemlos Sport treiben, sowohl Krafttraining als auch Jogging, war alles nie ein Problem. Seitdem diese Beschwerden jedoch vorliegen, geht das aus o.g. Gründen nicht mehr :(

Danke vorab für Ideen oder Ratschläge.

VG
Andreas


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BeitragVerfasst: 03.07.15, 07:07 
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Beiträge: 4216
Hallo,
Wenn alles anderes wie Kreislauf usw. ausgeschlossen wurde:

warst du beim HNO?

Es ist relativ schwierig Schwindelerkrankungen zu diagnostizieren. Falls ein neueren Schädel MRT besteht, dann nimm es mit. Kalorische Testung gibt auch meistens Aufschluss.
Manchmal kann man so eine Ursache erkennen. Manchmal nicht.
Schwindelkalender führen! Und beschreibe die Schwindelanfälle so genau wie möglich beim Arzt. Schwindel heißt "wackelig", Vertigo = Drehschwindel. Bei Vertigo ist die Richtung wichtig zu merken. Ob links nach rechts oder umgekehrt. Sagt aus welche Seite nicht in Ordnung ist, falls es überhaupt ein HNO Problem ist.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 03.07.15, 08:45 
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Registriert: 20.01.14, 18:41
Beiträge: 183
Hallo Muppet,

Danke für die Rückmeldung.

Die Frage ist, wie schließt man den Kreislauf aus? 24h EKG lag dabei schon an, gab jedoch keinen Aufschluss. Blutdruck ist halt relativ schwierig genau in diesem Anfall zu messen per 24h-RR, da dies ja meist nur ca. 1 Minute anhält und das Gerät nicht genau dann meistens die 15-minuten-Marke hat zum automatischen Messen. Wobei ich schon beim Belastungsekg gesessen habe, und der Blutdruck ja auch hochschießt, hierbei habe ich die Probleme nicht. Es scheint ausschließlich im stehen aufzutreten.

Sorry, bei der Aufzählung hatte ich den HNO vergessen: Eine Kalorische Prüfung habe ich bereits hinter mir, ebenfalls ohne Ergebnis. Ein Akustikneurinom wurde per MRT bereits ausgeschlossen. Ich hatte auf dem rechten Ohr auch bereits 2 Hörstürze in relativ kurzer Zeit nacheinander. Bis auf einen Tinnitus (den ich teilweise durch Lagewechsel komplett zum schweigen bringen kann) und einem minimalen, von mir nicht wahrnehmbaren, Hörverlust im Hochtonbereich ist jedoch wieder alles gut.

Was ich für mich festgestellt hab ist, dass dieser Druck im Kopf ausschließlich bei bzw. erst NACH der Belastung auftritt. Hauptsächlich durch Treppen gehen zu provozieren. Während des Treppensteigens ist alles in Ordnung, bis auf die extrem schweren Beine (was wiederum durch meine Unsportlichkeit zu erklären sein kann), danach allerdings, wenn die Belastung nachlässt, fängt das Problem erst an.

Ich war sogar schon beim Phlebologen, um meine Beine bzw. meine Venen kontrollieren zu lassen. Auch hier, alles in Ordnung.

Meine Physiotherapeutin ist der Ansicht, ich solle mal ein MRT der LWS machen lassen um zu schauen, ob evtl. eine Verengung der Dura vorliegt, was die Liquorcirculation behindern könnte und dadurch zu diesen Problemen führt. Das klingt für mich jedoch in sofern nicht ganz plausibel, da es sich ja lediglich durch Kopfbewegung (zur rechten Seite drehend) auslösen lässt? Irgendwo zwischen Genick und Kopf müsste aus meiner Sicht das Problem, die Engstelle, oder was auch immer liegen, was diese Probleme auslöst, oder kann sich sowas irgendwo in der Wirbelsäule oder einem anderen Gefäß abspielen?

Ich frage mich auch, woher dieser damit verbundene Hörverlust für ein paar Sekunden kommt. Ist sowas nicht ein Hinweis auf eine Durchblutungsstörung? Das fühlt sich dann so an, als würde man im Flugzeug den Druckausgleich auf den Ohren nicht machen. Als hätte man kurzfristig einen Fropf im Ohr.

Wenn gewünscht, kann ich gerne die MRT-Bilder vom Kopf etc. zur Verfügung stellen, wenn das hier jemand "lesen" kann :)

VG
Andreas


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BeitragVerfasst: 03.07.15, 10:47 
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Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

auch bei den üblichen Langzeit-RR-Geräten kann eine Messung per Knopfdruck gestartet werden.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 03.07.15, 11:30 
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Registriert: 20.01.14, 18:41
Beiträge: 183
Hallo Anästhesieschwestern,

Danke für den Hinweis, das ist gut zu wissen. Deutet denn sowas auf Blutdruckprobleme hin, gerade in Bezug auf den Hörverlust?

Ich weiß, dass hier keine Diagnosen gestellt werden können und dürfen, ich suche nur den "ruck" in die richtige Richtung :)

VG
Andreas


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BeitragVerfasst: 12.07.15, 23:04 
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Registriert: 20.01.14, 18:41
Beiträge: 183
Wollte nochmal nachfragen, ob Hörstörungen im Sinne von Druck auf dem Ohr und im Kopf auf Blutdruckprobleme hinweisen kann und wenn nicht auf was dann? Was sollte ich prüfen lassen?

Dann für eure Mühen!


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