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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Anfälle mit Übelkeit, Zittern und Kribbeln
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BeitragVerfasst: 11.10.17, 15:38 
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Beiträge: 3
Hallo, ich ganz neu hier. Ich möchte gern mal hören, ob jemand von euch Vorschläge hat, was es mit meinen Symptomen auf sich haben könnte. Mein Hausarzt hat sich noch nicht so sehr damit auseinandergesetzt, bzw. denkt gern in Richtung Magen-Darm, und das glaube ich nicht. Es geht um Übelkeit. Ich bin weiblich, 33 und normalgewichtig.

Das "Phänomen" trat zum ersten Mal vor knapp 2 Jahren auf, seitdem etwa 4-5 mal pro Jahr, völlig unregelmäßig:
Mir wird plötzlich speiübel, meist morgens oder in der ersten Hälfte des Tages. Es gibt keinen erkennbaren Auslöser, es ist aber die krasseste Übelkeit, die man sich vorstellen kann - bis sie zum ersten Mal auftrat, konnte ich mir das Ausmaß allerdings nicht einmal vorstellen.

Dabei zittern meine Beine unkontrolliert, und zwar nicht ein bisschen, sondern so, dass mein ganzer Körper oder sogar das Sofa/Bett bebt.
Dazu kommt ein fast unerträgliches Kribbeln, oder eigentlich Stechen/Pieksen in den Händen und Armen, gelegentlich auch den Füßen. So wie dieses "1.000 Stecknadeln", das man als Kind gemacht hat, nur schmerzhafter und länger anhaltend.

All diese Symptome erscheinen wie in "Wellen" - zuerst Bäm! sind sie aus dem Nichts da, klingen im Laufe einiger Minuten leicht ab und erscheinen dann wieder Bäm! Bei jedem neuen Auftreten denke ich, ich sterbe, es fühlt sich wirklich unfassbar schlimm an. Dieser Zyklus wird über den Tag immer länger, bis es irgendwann aufhört. Am nächsten Tag geht es mir i. d. R. super.

Der Tag des Anfalls jedoch ist völlig verloren. Ich kann kaum essen und trinken und bin platt und wie ausgekotzt. Ich kann auch - und das beunruhigt mich sehr - keine optischen oder akustischen Reize vertragen, mich nicht konzentrieren (und somit nicht mit Fernsehen, Musik, Lesen usw. ablenken) und teilweise kaum bewegen, weil die Übelkeit dann schwallartig schlimmer wird. Es fühlt sich an, als würde sogar mein Denken "wehtun" und noch mehr Übelkeit hervorrufen. (Es sind keine Kopfschmerzen, eher wie eine extreme Gereiztheit ... ich weiß nicht recht, wie ich es besser beschreiben kann.) Einfach alles ist ekelig.

Natürlich habe ich die Syptome zig mal gegooglet, aber kein Vorschlag passt so recht, und ich kann mir keinen Reim darauf machen, woher diese Anfälle kommen. Es vergehen ja Wochen und Monate zwischen den Attacken. Eine befreundete Psychotherapeutin habe ich auch bereits vergebens um Rat gefragt.

Hat jemand von euch schon mal sowas erlebt? Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich über Ideen freuen würde, was ich tun kann. Tausend Dank im Voraus!


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BeitragVerfasst: 12.10.17, 22:53 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.06.16, 22:48
Beiträge: 32
Leider habe ich weder Ideen noch Vorschläge hinsichtlich deiner Problematik. Doch diese Frage
C_S hat geschrieben:
Hat jemand von euch schon mal sowas erlebt?
kann ich bejahen.

Ich hatte diese Art von „Anfällen“ über 4-5 Jahre 2-3x pro Jahr. Bei mir kamen sie so gut wie immer, wenn ich nachts (wegen einer Nierenerkrankung muss ich nachts häufiger Wasser lassen) oder morgens zur Toilette musste. Es hatte meines Erachtens nichts mit dem Kreislauf zu tun von wegen zu schnell aufgestanden und dann sackt das Blut in die Beine. Nein. Ich stand völlig normal auf, fühlte mich ausgezeichnet, ging zur Toilette und setzte mich.

Und dann ereilte mich ab und an völlig aus dem Nichts heraus extremste Übelkeit. In wenigen Sekunden gesellte sich dazu dann Flimmern vor Augen, Rauschen im Kopf, welches die Hörfähigkeit einschränkte sowie Zittern in den Gliedmaßen mit kaltem Schweißausbruch. Letztere Symptome mögen auf einen Blutdruckabfall hindeuten. Vorherrschend war aber immer eine solch extreme Übelkeit, dass ich nicht wusste, wo ich mich lassen sollte. In diesem Zustand hätte ich es weder zum Telefon geschafft, noch hätte ich nach meinem Mann rufen können – ich hätte kein Wort rausbekommen. Gerne hätte ich mich übergeben wollen, um Erleichterung zu finden. Doch Erbrechen und Durchfall hatte ich nie dabei. Immer nur diese wahnsinnige Übelkeit, die so abartig schlimm war, dass es mir so manches Mal egal gewesen wäre, in diesen Momenten zu sterben.
Ich glaube, wer das nie selbst erlebt hat, kann sich nicht ausmalen, wie extrem diese Übelkeit war. Norovirus oder Magen-/Darm-Attacken waren rein gar nichts dagegen. Meine Übelkeitsattacken dauerten allerdings anders als bei dir immer so an die 15-20 Minuten. Danach fühlte ich mich immer noch ca. eine Stunde schlapp mit Pudding in den Beinen doch dann war der Spuk vorbei, als wenn niemals etwas gewesen wäre!

Ich gestehe, ich habe nie in Erwägung gezogen, einem Arzt von meinen „Episoden“ zu erzählen. Denn ich war überzeugt, ich hätte ihm die unheimliche Extremität nicht vermitteln können.
Natürlich habe ich mir Gedanken über mögliche Auslöser gemacht, konnte jedoch nie eine Erklärung dafür finden. Glücklicherweise haben diese Anfälle vor vier Jahren aufgehört. Du kannst also die Hoffnung hegen, dass sie auch bei dir irgendwann ausgestanden sein werden.

Alles Gute für dich!

_________________
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 15:05 
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Registriert: 11.10.17, 15:33
Beiträge: 3
Hallo Euphemia, danke für deinen Erfahrungsbericht und das Hoffnungmachen, dass es sich eines Tages legen könnte. :-)

Deine Anfälle klingen für mich wie sehr starke Panikattacken. Allerdings wundert mich dann, dass sie einfach aufgehört haben. Ich freue mich aber natürlich für dich, dass es so ausgegangen ist.

Ich stimme dir zu, dass es einem Arzt schwer zu beschreiben ist. Das Beste, was ich durch Beschreiben bislang geschafft habe, war, dass die Internistin mir ein Antiemetikum verschrieben hat. Das hilft aber nur bedingt.

Vielleicht finde ich hier ja noch Hinweise, was ich tun kann.


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 16:49 
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DMF-Mitglied

Registriert: 03.06.17, 15:19
Beiträge: 20
Mich hat das von deiner Beschreibung her sehr an Migräne erinnert. Nur mit primär starker Übelkeit anstelle von Kopfschmerzen.

Evtl. ist der Auslöser bzw. Wirkmechanismus ähnlich wie bei Migräne?


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 18:08 
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Registriert: 11.10.17, 15:33
Beiträge: 3
Vielen Dank für den Hinweis! Jetzt musste ich erst einmal etwas zu Migräneursachen und -auslösern googlen, weil ich mich damit gar nicht auskenne. Tatsächlich könnte auch bei mir das beschriebene "Gehirngewitter" durch ein Übermaß an Nervenbotenstoffen, so wie bei der Migräne, schuld sein. Kopfschmerzen habe ich, wie gesagt, überhaupt nicht, aber ein verwandtes Grundprinzip scheint mir schlüssig. Dennoch wüsste ich natürlich gern, woher das kommt und wie ich dagegen vorgehen kann.


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