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medizin-forum.de • Thema anzeigen - „Mein Arzt“
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 Betreff des Beitrags: Augenarzt pro Monat
BeitragVerfasst: 22.07.17, 23:39 
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Ähm, ich glaub, es handelt sich ums Quartal. Das umfasst drei Monate.

Ansonsten versteh ich Etliches von Ihrem Ärger,
jedoch gar nicht, wieso der mit meinen statements auch nur das Geringste zu tun haben soll.

Aber vielleicht haben Sie ja auch grad gar nicht mit mir geredet.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 23.07.17, 02:44 
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Beiträge: 2016
Also ich hab gar nicht geahnt, dass ein Optiker mit den Kassen zusammenarbeitet. Arbeitsmäßig haben wir unternehmensseits ein Programm, unsere Augen bzgl. Arbeitsplatz untersuchen zu lassen, eine entspr. Arbeitsplatzbrille (vom Arbeitgeber finanziert was natürlich Unsinn ist, weil letztendlich doch wiederum von uns allen finanziert, aber sei es drum) kostenfrei zu besorgen.
Allerheiligste Voraussetzung ist eine augenärztliche Bescheinigung. Verschwendung von Ressourcen. Richtig?

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 23.07.17, 08:21 
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Nicht richtig, weil es bei der Untersuchung darum geht Augenerkrankungen auszuschließen. So stellt man sicher dass Arbeitnehmer wenigstens alle Jubeljahre mal einen Augenarzt sehen.

Ist der Arbeitgeber eine öffentliche Institution, verlangen diese regelmäßig die G37 zum 1-fachen GOÄ-Satz und geben dann auch noch frech die abzurechnenden Ziffern vor. Honorar für die Untersuchung? Wollen Sie raten? Sie werden nie drauf kommen: etwa 16 Euro.

So, und nun kann wieder ein Kübel Neid ausgeschüttet werden.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Re: Augenarzt pro Monat
BeitragVerfasst: 23.07.17, 09:29 
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Beiträge: 766
PR hat geschrieben:
Ähm, ich glaub, es handelt sich ums Quartal. Das umfasst drei Monate.


Ich erklär Ihnen diese Kindergarten-Rechnung gern:

Lt. Humungus bekommt ein Augenarzt im Quartal 18 Euro (was zwar bei uns nicht stimmt, aber belassen wir' s dabei), was bedeutet, er bekommt im Monat 6 Euro. Können Sie mir soweit folgen?
Wenn ich als Optiker für meine Bemühungen 12 Euro bekomme, dann sind diese 12 Euro das Wievielfache von den MONATLICH 6 Euro, die der Arzt bekommt???
Naaaaaa? Kommen Sie d'rauf?
Jaaaaaaa, genau, das Doppelte! Und genau das schrieb ich doch auch, oder?

(Vielleicht sollten Sie sich doch ein "Täfelchen" anschaffen, dann rechnet sich das ganz leicht :lachen: )

PR hat geschrieben:
Ansonsten versteh ich Etliches von Ihrem Ärger,
jedoch gar nicht, wieso der mit meinen statements auch nur das Geringste zu tun haben soll.


Auch das erklär ich Ihnen gern in kleinen, hoffentlich nachvollziehbaren Schritten. Sie bejammern zum wiederholten Male die angebliche Absicht von irgendwem, zwischen Sie und Ihre Patientinnen Keile treiben zu wollen.
Mit meinem aktuellen Beispiel habe ich aufgezeigt, dass mit schwachsinnigsten Mitteln und absurdesten Begründungen daran gearbeitet wird, den Ärzten auch ja möglichst viele Kompetenzen und Patienten zuzuschustern, womit meiner Meinung nach noch einmal belegt ist, wie "individuell" Ihr Bild von der Welt ist. Waren es in Ihrem Bereich nicht die Hebammen, die man zugunsten der Frauenärzte "aus dem Rennen" um die Versorgung junger und werdender Mütter geworfen hat?

PR hat geschrieben:
Aber vielleicht haben Sie ja auch grad gar nicht mit mir geredet.


Doch, aber eine stringente Diskussion ist mit Ihnen nicht möglich. Entweder bleiben Sie Antworten auf konkrete Fragen schuldig oder bemühen "alternative Fakten" (was mich maßlos enttäuscht) und wenn Sie überhaupt nicht mehr weiter wissen, wird der nächste Jammerstrang eröffnet.
Ich neige dazu, Ihre persönlichen Erfahrungen zu glauben(!), aber Sie sollten akzeptieren, dass sie ganz offensichtlich nicht immer übertragbar und schon gar nicht die Regel sind.

Humungus hat geschrieben:
Ist der Arbeitgeber eine öffentliche Institution, verlangen diese regelmäßig die G37 zum 1-fachen GOÄ-Satz und geben dann auch noch frech die abzurechnenden Ziffern vor. Honorar für die Untersuchung? Wollen Sie raten? Sie werden nie drauf kommen: etwa 16 Euro.


Die Qualität dieser betrieblichen Untersuchungen schwankt extrem, sind oft nicht mal die 16 Euro wert. Die vom Vertrags"optiker" gelieferten und vom Betrieb bezahlten Brillen allerdings auch nicht.

@Christiane
Wir Optiker haben selbstverständlich in der Vergangenheit mit den Kassen Lieferverträge abgeschlossen, Kinderbrillen werden bis heute von der GKV bezuschusst. Für Erwachsene gibts bis auf Ausnahmen nichts mehr.
Für unseren Betrieb haben wir aber nur einen Vertrag über die Belieferung der Versicherten mit Brillengläser, nicht für Kontaktlinsen. Da wollten die Kassen Investitionen nachgewiesen haben (Mindestausstattung), die sich niemals gerechnet hätten und so haben wir darauf verzichtet, Kontaktlinsen "auf Kasse" abzugeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Augenarzt pro Monat
BeitragVerfasst: 23.07.17, 14:02 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Die Qualität dieser betrieblichen Untersuchungen schwankt extrem, sind oft nicht mal die 16 Euro wert.
Schon interessant, wie Sie das beurteilen wollen. Kennen Sie überhaupt den Umfang einer G37-Untersuchung?

Wenn wir bei einer von Ihnen gewünschten "stringenten Diskussion" bleiben wollen, sollten Sie nicht versuchen solche Skandalpreise mit Pauschalargumenten zu rechtfertigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Augenarzt pro Monat
BeitragVerfasst: 23.07.17, 15:17 
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Beiträge: 766
Humungus hat geschrieben:
Schon interessant, wie Sie das beurteilen wollen. Kennen Sie überhaupt den Umfang einer G37-Untersuchung?


Soweit sie das Auge betrifft, ja! Da kommen die Leute immer mit so Zetteln mit teilweise "interessanten" Untersuchungsergebnissen, die einer Nachprüfung nicht 1 Sekunde standhalten. Nachgeprüft wird aber nur auf Wunsch des Kunden!

Humungus hat geschrieben:
Wenn wir bei einer von Ihnen gewünschten "stringenten Diskussion" bleiben wollen, sollten Sie nicht versuchen solche Skandalpreise mit Pauschalargumenten zu rechtfertigen.

Erstens besteht zwischem dem einen und dem anderen überhaupt kein kausaler Zusammenhang. Oder ist es nur stringent, wenn man die Honorare ebenso skandalös findet wie Sie?

Zweitens rechtfertige ich gar nichts, da mir die Honorare in dem Bereich völlig am Gesäß vorbeigehen und

drittens habe ich kein "Pauschalargument" verwendet. Wenn doch, welches wäre es denn dann?

Sie werden jetzt aber sicher gleich versuchen, darzustellen, wie aufopferungsvoll und unschlagbar gründlich diese Betriebsärzte für 16 Euro arbeiten, nicht?! Dass das kein Honorar ist, brauchen wir doch überhaupt nicht zu diskutieren, aber es bleibt eine Tatsache, dass bei Weitem nicht jedes Untersuchungsergebnis dem Werksangehörigen hilft, weil falsch oder schlampig ermittelt wurde. Selbstverständlich rede ich da nur von meinem Kompetenzbereich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Augenarzt pro Monat
BeitragVerfasst: 24.07.17, 08:41 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
...da mir die Honorare in dem Bereich völlig am Gesäß vorbeigehen
So ist es. Und eigentlich gilt das nicht nur für dieses Honorar, sondern für alle. Hauptsache die Patienten sind gut versorgt. Und weil Sie keine Lösung wissen fragen Sie die Mitdiskutanten nach einer. So, wie wir das hier schon seit Jahren haben

Andererseits sind Sie selber selbständig und wissen genau, wie der Hase läuft. Dass eine Selbständigkeit nur dann geht, wenn die Kohle stimmt. Und dass ein Selbständiger wesentlich mehr leistet als ein Angestellter, weil er erstens in die eigene Tasche arbeitet und zweitens mit dem "Betrieb" sein Leben verbindet, schon allein wegen der Energie, die er zum Aufbau und zum Erhalt aufbringt. Und Sie wissen auch, dass es in jeder Branche schwarze Schafe gibt, die für das Geld nix leisten.

Eigentlich sind wir nicht weit voneinander entfernt, mit dem Unterschied, dass ich in einem sinkenden Boot sitze und Sie nicht. Auch die vergebliche Suche nach Kollegen, die zur Niederlassung bereit sind, spricht Bände: das tut sich heute keiner mehr an, und da gehts beileibe nicht nur ums Geld, wie es gerne vorgeworfen wird. Die heutige Generation will und wird sich nicht aufopfern. Die verzichten gerne auf die Selbständigkeit, dafür gehen sie dann um fünf nach Hause, und nach ihnen die Sintflut. Work-life-balance anstatt "mein Arzt". Die Lösung des Problems habe ich übrigens schon mehrfach hier im Forum beschrieben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Augenarzt pro Monat
BeitragVerfasst: 25.07.17, 14:11 
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Humungus hat geschrieben:
Und weil Sie keine Lösung wissen fragen Sie die Mitdiskutanten nach einer


Wir haben über meine und Ihre Lösungsvorschläge schon ausführlich diskutiert. Es gibt aber Bereiche, auf die kann der Bürger keinen (direkten) Einfluss nehmen, allenfalls via Stimmzettel über Mandatsträger. Und selbst denen bleibt "dank" der Selbstverwaltung manche Tür verschlossen. Wenn Sie als betroffener Arzt sich dort nicht selbst wehren, kann Ihnen niemand helfen, aber Sie werden es auch nicht am Patient auslassen können, wenn Sie tatenlos Ungerechtigkeiten hinnehmen wollen.
Humungus hat geschrieben:
Andererseits sind Sie selber selbständig und wissen genau, wie der Hase läuft. Dass eine Selbständigkeit nur dann geht, wenn die Kohle stimmt. Und dass ein Selbständiger wesentlich mehr leistet als ein Angestellter, weil er erstens in die eigene Tasche arbeitet und zweitens mit dem "Betrieb" sein Leben verbindet, schon allein wegen der Energie, die er zum Aufbau und zum Erhalt aufbringt. Und Sie wissen auch, dass es in jeder Branche schwarze Schafe gibt, die für das Geld nix leisten.


Alles richtig, aber dass ein selbständiger Arzt, der mit 20 Std. Sprechzeit/Woche sein Soll erfüllt hat, mehr arbeitet als jemand bspw. im Einzelhandel, der Gastronomie oder der Alten- und Krankenpflege, halte ich für ein Gerücht! Selbst wenn man nochmals 20 Std. für Administration und Zwangsfortbildung etc. braucht, ist das noch weit von dem entfernt, was o.a. Leute leisten.
Damit will ich niemanden der Faulheit bezichtigen, aber doch richtige Verhältnisse herstellen. Das gilt auch für die zu versteuernden Einkommen PRO STUNDE ARBEITSZEIT.

Humungus hat geschrieben:
Eigentlich sind wir nicht weit voneinander entfernt, mit dem Unterschied, dass ich in einem sinkenden Boot sitze und Sie nicht.


Ach was?! Es gibt wahrscheinlich nix was töter ist als die Augenoptik. Grade hat man wieder unsere Geschäftsfelder beschnitten. Übrigens "zugunsten" der Ärzte.

Humungus hat geschrieben:
Auch die vergebliche Suche nach Kollegen, die zur Niederlassung bereit sind, spricht Bände: das tut sich heute keiner mehr an, und da gehts beileibe nicht nur ums Geld, wie es gerne vorgeworfen wird. Die heutige Generation will und wird sich nicht aufopfern. Die verzichten gerne auf die Selbständigkeit, dafür gehen sie dann um fünf nach Hause, und nach ihnen die Sintflut. Work-life-balance anstatt "mein Arzt".


Das verdenke ich niemandem. Wenn man' s machen kann....! Aber auch das wiederhole ich zum x-ten Male: es wird beim Schlaraffenland für in einer Klinik angestellten Arzt nicht bleiben.
Tatsächlich ist der Augenarztberuf unter den Wunschsparten der Studierenden der zweitunbeliebeste. Auch der Frauenarztberuf ist ziemlich unbeliebt, folgt aber erst ein paar Plätze hinter den Ophtalmologen.
Ich wage nicht zu beurteilen, woran das liegen mag, es ist aber offensichtlich unabhängig davon, ob und ggf. wo man sich niederlassen könnte.


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BeitragVerfasst: 25.07.17, 18:16 
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d i e Prognose:

Zitat:
es wird beim Schlaraffenland für in einer Klinik angestellten Arzt nicht bleiben

?

Und woher wissen Sie, dass die Klinikanstellung ein Schlaraffenland ist ?

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 25.07.17, 18:50 
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PR hat geschrieben:
Und woher wissen Sie, dass die Klinikanstellung ein Schlaraffenland ist ?


Soll ich mir die Mühe machen und Sie beide mit Links zitieren oder glauben Sie es mir auch, wenn ich es sinngemäß wiedergebe:

nahezu ein Wunschgehalt
geregelte Arbeitszeiten
pünktlicher Feierabend
keine Regressforderungen
Urlaubsanspruch
mittlerweile flache Hierarchien
etc. pp

Natürlich kann man sich auch beim Gesundheitsamt, der Pharmaindustrie oder den Krankenkassen anstellen lassen, nur wird es dort umso schneller ein Überangebot an Stellengesuchen geben.

Was tun denn die Rechenschieber, die verhassten Buchhalter, die den Kliniken vorstehen, wenn sie für eine zu besetzende Stelle 3 Bewerber haben?

Was würden Sie tun?


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BeitragVerfasst: 25.07.17, 20:43 
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partout mehr Studenten durchs sauteure Medizinstudium schleusen wollen.

Klinikarbeit ist kein Scharaffenland sondern Maloche. Aber halbwegs gerecht bezahlte. Hab da selber fünfzehn Jahre zugebracht.

In meiner Umgebung (in einer Gegend wo die Leute in Urlaub hinfahren) und meinem Fach (halt da, wo ich mich besser auskenn als Sie) ist jedoch die Lage so, dass der Oberbuchhalter ("Klinikscheff") größte Mühe hat, seine Planstellen zu besetzen - die er besetzen muss, um nicht eine ganze Abteilung schließen zu müssen. Jetzt grad ganz besonders, weil 4 ärztliche Mitarbeiterinnen schwanger sind, davon zwei Fachärztinnen.

Da haben auch zweie Spezialambulanzen aufgebaut im Lauf der Jahre. Davon ist der eine eben in die Schweiz entschwunden und verdient da das Doppelte von vorher. Und die andere braucht bloß mit dem Finger zu schnippen...

Es ist auch schlicht so, dass die vielbejubelte "Feminisierung" der Medizin schnurstracks dazu führt, dass das Angebot an ärztlicher Arbeitszeit immer knapper und damit teurer wird. Nicht zuletzt, weil solche Angestellten-Arbeitsplätze selbstverständlich mit sämtlichen Segnungen des Sozialgesetzbuchs versehen sind.

PR

PS: um die Mühe, mich mit links zu zitieren, tät ich durchaus gern bitten

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 26.07.17, 07:14 
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PR hat geschrieben:
PS: um die Mühe, mich mit links zu zitieren, tät ich durchaus gern bitten


Och nö, ich hab zwar im Moment nicht so viel zu tun, aber ich würde darum bitten, Sie künftig auf einschlägige Bemerkungen von Humungus und Ihnen hinweisen zu dürfen. Das Hamsterrad dreht sich ohnehin fleißig und das Murmeltier grüßt auch morgen wieder.

PR hat geschrieben:
Klinikarbeit ist kein Scharaffenland sondern Maloche.


Der Meinung war ich auch. Meine "Vorzeigeärztin" ist während ihrer Tätigkeit im Klinikum um Jahre gealtert. Ich habe noch nie jemand in so kurzer Zeit jemanden so verschleißen sehen. Ich war auch der Ansicht, dass rücksichtslos Hierarchien ausgespielt würden und der Stationsarzt als Faktotum für jeden Sche1ß missbraucht wird. Das ist natürlich schon "ewig" her.
Dass ich trotzdem auf ein relatives "Schlaraffenland" komme, liegt an den Äußerungen HIER IM FORUM, folglich an Äußerungen von Ihnen und Humungus, wonach es viel interessanter wäre, bei ohnehin flach gewordenen Hierarchien zu weit besseren Konditionen in einer Klinik zu arbeiten.
Mag sein, dass Sie das rein pekuniär betrachtet wissen wollten, aber gerade gestern hat Humungus noch geschrieben,....
Humungus hat geschrieben:
...das tut sich heute keiner mehr an, und da gehts beileibe nicht nur ums Geld, wie es gerne vorgeworfen wird. Die heutige Generation will und wird sich nicht aufopfern. Die verzichten gerne auf die Selbständigkeit, dafür gehen sie dann um fünf nach Hause, und nach ihnen die Sintflut. Work-life-balance anstatt "mein Arzt".

(nun haben Sie auch ein erstes Zitat)

PR hat geschrieben:
Aber halbwegs gerecht bezahlte.


Halbwegs?? Ich kenne die Zahlen aus der MBZ und finde es ein Schlag ins Gesicht jedes schwer und täglich arbeitenden Menschen, angesichts von Minimalrenten, zunehmender Armut, Kampf um den Mindestlohn und Leiharbeit von "halbwegs" zu reden.
PR hat geschrieben:
In meiner Umgebung (in einer Gegend wo die Leute in Urlaub hinfahren) und meinem Fach (halt da, wo ich mich besser auskenn als Sie) ist jedoch die Lage so, dass der Oberbuchhalter ("Klinikscheff") größte Mühe hat, seine Planstellen zu besetzen - die er besetzen muss, um nicht eine ganze Abteilung schließen zu müssen. Jetzt grad ganz besonders, weil 4 ärztliche Mitarbeiterinnen schwanger sind, davon zwei Fachärztinnen.


Da ist es wieder, das Murmeltier!
JA, JETZT NOCH! Aber verraten Sie mir doch mal, wo die sagenwermal 10.000 in den nächsten 2 Jahre fertig werdenden Jungärzte von den derzeit 90.000 Immatrikulierten bleiben, wenn sie nicht in die Niederlassungen gehen?! Gehen die alle in die Schweiz und verdienen "das Doppelte"?
PR hat geschrieben:
Es ist auch schlicht so, dass die vielbejubelte "Feminisierung" der Medizin schnurstracks dazu führt, dass das Angebot an ärztlicher Arbeitszeit immer knapper und damit teurer wird.

Erstens juble ich zumindest nicht darüber und zweitens hat auch ein männlicher Arzt mit 20 Sprechstunden sein Soll erfüllt. Es ist imho wieder ein Fehler im System und keine Folge des begreiflichen Anliegens, dass sich Ärztinnen auch um ihre Familie kümmern können möchte. Das müssen Frauen in anderen Berufen in Selbständigkeit auch gebacken kriegen, oder?!

PR hat geschrieben:
Nicht zuletzt, weil solche Angestellten-Arbeitsplätze selbstverständlich mit sämtlichen Segnungen des Sozialgesetzbuchs versehen sind.


Das ist Zitat Nr. 2.
Eben, das mit den Segnungen schreiben Sie ja auch schon jahrelang. Also doch Schlaraffenland


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BeitragVerfasst: 26.07.17, 15:41 
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für wen sind die Segnungen des Sozialgesetzbuchs ?

Wo die fertigen Jungärzte hin gehen werden ? Nicht in die "Niederlassung", sondern in die Anstellung. Dieser Trend ist laut und deutlich ablesbar, und er ist gewollt. Der silbrig blickende Adelsmann vom spitzen Kassenbundesverband hat's wiederholt gesagt, und er wird's so kriegen. Das heisst, irgendwer wird für sie die Arbeitsplätze hinstellen müssen mit allem drum und dran. Und die Kollegen kommen dann und sagen, wieviel Stunden die Woche wie verteilt sie arbeiten wollen.

Da haben die dann genau einen (1!) Scheff, der ist gelernter Oberbuchhalter und sagt ihnen, wo's lang geht mit der Medizin in seinem (!) Laden.

Wär echt gespannt zu erfahren, wie lange Ihnen das nicht auf den Keks gehen wird...

PR

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Zuletzt geändert von PR am 26.07.17, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: achsoja die zwanzig Kassenstunden
BeitragVerfasst: 26.07.17, 15:47 
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Mehr Wochenstunden kaufen die kranken Kassen halt nicht ein bei den KVen mit ihrem "Sicherstellungsauftrag", so einfach ist das.

Glauben Sie denn ernsthaft,
dass ausgerechnet der Herr Investor und sein Oberbuchhalter "für das Geld, das die kranken Kassen bereit sind zu zahlen" ("ich erwarte,dass ..." sprach dazu einst eine Schmulla Schmidt)
die Woche vierzig Arztstunden liefern werden ?

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 13.10.17, 23:57 
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Neue Palliativleistungen ab dem 1.10.2017 im EBM
http://www.kbv.de/html/1150_30329.php
und als Reaktion hierauf ein offener Brief vom Dt. Hausärzteverband
„… Die Folge wird sein, dass hochbetagte und/oder schwerstkranke Patienten in ihrer letzten Lebensphase nicht von ihrem/ihrer vertrauten Hausarzt/Hausärztin versorgt werden können, sondern im Zweifel verschiedene Gebietsfachärzte konsultieren müssen. Es ist nicht nachvollziehbar, weswegen hier bewährte Versorgungsstrukturen aufgebrochen und in diesem Zuge die häufig Jahrzehnte andauernden Beziehungen zwischen Patienten und ihren Hausärztinnen und Hausärzten gefährdet werden.
Im Sinne einer hochwertigen Versorgung der Patienten, dürfen die umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen der Hausärztinnen und Hausärzte bei der Palliativversorgung nicht links liegen gelassen werden…“
https://www.hausaerzteverband.de/cms/up ... ng__4_.pdf

Patient hat heute schon genug Mühe, „seinen“ Hausarzt bis zum hohen Alter behalten zu dürfen und dass die neuen Leistungen als Grätsche zwischen Hausarzt und Patient empfunden werden, beunruhigt mich als (hoffentlich) altwerdender Mensch.

Frdl. Grüße und ein schönes Wochenende
Christiane


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